Kategorie: Paleo-Rezepte

  • Osterschinken

    Osterschinken

    Zu Ostern gehört der Schinken genauso dazu wie gekochte Eier. Ich hatte den Schinken bisher immer fertig gekauft, aber dieses Jahr versuchte ich ihn selber zu machen. Ich musste lediglich rechtzeitig (3 Monate vorher) einen geräucherten rohen Schinken bei meinem Metzger bestellen. Als Schinken bezeichnet man die Keule des Schweins, ich hatte ein Stück von der Vorderkeule (Schulter) bekommen. Warum so zeitig bestellen? Traditionell gepökelte Schinken verbringen zum Teil mehrere Wochen im Pökelsalz, bis sie in die Räucherkammer gehen.


    Zutaten:

  • ca. 2,5 kg gepökelter, geräucherter roher Schinken vom Schwein
  • Pfefferkörner und Lorbeerblätter
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    Zubereitung:

    1. Mit der Zubereitung muss man 1-2 Tage vor den Feiertagen beginnen
    2. Den gepökelten Schinken sollte man probieren und je nach dem wie salzig er ist, für 1 Stunde oder gar über Nacht im kalten Wasser stehen lassen und wässern. Meiner war nicht allzu salzig, deshalb ließ ich ihn nur für 2 Stunden im Wasser stehen
    3. Schinken in einen großen Topf legen und mit kaltem Wasser aufgießen, bis er bedeckt ist
    4. Pfefferkörner und Lorbeerblätter in das Wasser geben
    5. Zuerst das Wasser aufkochen, dann aber den Schinken sehr sehr langsam (auf kleinster Stufe) köcheln (eher ziehen) lassen. Ab diesem Zeitpunkt gilt als Richtwert: mindestens 1 Stunde Garzeit pro Kilogramm
    6. Nach 3 Stunden hat sich der Knochen vom Schinken gelöst, dies war das Zeichen, dass mein Schinken definitiv fertig war
    7. Topf vom Herd nehmen und den Schinken samt Wasser im Topf abkühlen lassen
    8. Schinken aus dem Wasser nehmen und in ein sauberes Geschirrtuch wickeln, damit die überflüssige Flüssigkeit herausgezogen wird und er besser geschnitten werden kann
    9. Über Nacht im Tuch eingewickelt kühl stellen
    10. Am nächsten Morgen gemeinsam mit der Familie genießen – Frohe Ostern!

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  • Kokos-Kirsch-Muffin

    Kokos-Kirsch-Muffin

    Wieder was gelernt! Ich backe meine Muffins meistens in Silikonform. Ich weiß nicht, ob ihr das Problem kennt, aber nachdem ich sie heiß aus der Form nehme, sacken sie immer zusammen. Ich habe mal gelesen, dass sie schöner werden, wenn man nach dem Backen erstmal die Backofen-Tür aufmacht, und einige Minuten die Muffins dort in der Form abkühlen lässt. Und tatsächlich kann ich bestätigen, dass die Muffins nicht zusammengefallen sind, sondern gleich hoch geblieben sind. Natürlich darf man sie aber nicht allzu lange in der Form lassen, sonst werden sie klebrig durch das entstandene Kondenswasser. Einfach mal ausprobieren, ich hatte sie für 15 Minuten in der Form gelassen, und sie waren dann für mich perfekt.


    Zutaten für 6 Muffins:

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    Zubereitung:

    1. Eier in einem Rührschüssel mit Stevia/Erythrit und Zimt schaumig rühren, und schließlich auch die Kokosmilch dazu geben
    2. Kokosraspeln, Kokosmehl und Traubenkernmehl und Natron miteinander vermischen
    3. Mehlmischung mit der Eiermasse verrühren und zum Schluß die Sauerkirschen unterheben
    4. In Muffin-Backform geben und im Backofen bei 175°C 35-40 Minuten backen

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  • Avocado-Schinken-Röllchen

    Avocado-Schinken-Röllchen

    Heute Nacht war die Zeitumstellung. Ich persönlich mache mir nichts daraus. Ich ging eine halbe Stunde früher als gewohnt ins Bett und so war ich dann früh fit und ausgeschlafen. Anstatt mich fertig zu machen, dass wir eine Stunde verloren haben, habe ich mir sogar etwas mehr Zeit für das Frühstück gelassen. Die erste Mahlzeit des Tages ist für viele ein Problem bei der Paleo-Ernährung. Ich habe auch meine Phasen, wo ich kein Omelett oder Rührei mehr sehen kann. Deshalb spielte heute statt Eier eine Avocado die Hauptrolle in meiner Küche.


    Zutaten:

    • 1 Avocado
    • ca. 8 dünne Scheiben Schinkenspeck (Räucherschinken)
    • feiner Senf (mit minimalem Zuckergehalt)

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    Zubereitung:

    1. Avocado schälen (die Schale abziehen) und in ca. 8 Spalten schneiden
    2. Jedes Stück in eine Scheibe Schinkenspeck rollen
    3. Man kann die Röllchen sofort genießen. Ich lege sie aber gerne für ca. 5-6 Minuten in den heißen Ofen – dann lässt der Speck ein bisschen Saft (Fett) ab, und sie schmecken herzhafter
    4. Mit gekochtem Ei und Senf servieren

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  • Kürbis-Pudding

    Kürbis-Pudding

    Ich war früher ein echter Pudding-Liebhaber, ich kochte praktisch jedes Wochenende einen Topf Pudding. So eine kleine Schüssel Pudding vor dem Fernseher zu naschen darf doch keine Sünde sein. Die Herausforderung bei einem Paleo-Pudding ist natürlich die entsprechende Pudding-Konsistenz ohne Mehl oder Stärke zu erreichen. Dies schaffe ich mit Eier und Flohsamenschalen, und der Kürbis sorgt bereits auch um eine dickere Beschaffenheit. Flohsamenschalen sind reine Ballaststoffe und bringen die Verdauung auf Hochtouren – deshalb am Anfang lieber vorsichtig dosieren und den Pudding in Maßen genießen.


    Zutaten für ca. 4 Portionen:

    • 150 g Kürbis gekocht oder gebacken (z.B. Hokkaido oder Butternut)
    • 200 ml Kokosmilch
    • 200 ml Wasser
    • 10-15 Tropfen Stevia-Fluid oder 1 EL Erythrit
    • 2 Eier
    • 2-3 EL Flohsamenschalen
    • einige Walnüss-Stücke
    • etwas Zimt

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    Zubereitung:

    1. Eier in einem Rührschüssel mit Stevia schaumig rühren
    2. Gekochten oder gebackenen Kürbis mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken
    3. In einem Topf das Kürbispüree mit Wasser und Kokosmilch zum Kochen aufsetzen
    4. Eiermasse dazugeben und alles zusammen aufkochen
    5. Wenn der Pudding aufgekocht ist, können wir mit Flohsamenschalen an der „Sämigkeit“ noch arbeiten
    6. Ich nehme 2 EL Flohsamenschalen, verrühre das Ganze gut, und warte 1-2 Minuten, bis die Schalen aufquellen
    7. Sollte der Pudding immernoch nicht dick (cremig) genug sein, können wir weiter Flohsamenschalen untermischen
    8. Ich serviere den Pudding mit Zimt bestreut und mit Walnuss-Stücken

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  • Lachs mit „Sahne“-Rettich und Johannisbeeren

    Lachs mit „Sahne“-Rettich und Johannisbeeren

    Ich habe Sehnsucht nach dem Sommer… was macht man da? Man kocht das Lieblingsgericht vom letzten Sommer! Mit dem Unterschied, das im Sommer frische Johannisbeeren zur Verfügung standen, aber mit den tiefgefrorenen war es genauso gut. Ich mache aus den Johannisbeeren normalerweise Smoothies oder gebe sie in Muffins. Aber wie man’s sieht, kann man auch einfache Gerichte damit gut aufpeppen. Und keine Angst vorm Rettich – gekocht schmeckt er gar nicht mehr nach Rettich!

    Zutaten für 2 Personen:

    • 2 Bio (oder mindestens mit MSC-Siegel) Lachs-Filets
    • Salz, Pfeffer
    • 1 EL Kokosöl zum Anbraten
    • 1 großer Rettich (weißer Bier-Rettich)
    • 200 ml Kokosmilch
    • ca. 1/2 TL Johannesbrotkernmehl
    • 2 handvoll Johannisbeeren (frische oder aufgetaute)

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    Zubereitung:

    1. Lachs salzen und pfeffern und in einer Pfanne im Kokosöl anbraten
    2. Rettich schälen und in Stäbchen schneiden (wie Pommes)
    3. In einem Topf den Rettich in der Kokosmilch mit etwas Salz weich kochen (ca. 10-15 Min)
    4. Je nachdem wie flüssig die Kokos-Soße ist, rühre ich ca. 1/2 TL Johannesbrotkernmehl mit 2 EL Wasser zusammen und lasse es für 1-2 Minuten quellen
    5. 2-3 EL von der warmen Kokos-Soße zum Johannesbrotkernmehl geben, verrühren und dann die heiße Soße damit binden
    6. Johannisbeeren mit dem Stabmixer pürieren und beim Servieren auf den Fisch und den Kokos-„Sahne“-Rettich streichen

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  • Birnen-Trauben-Muffin

    Birnen-Trauben-Muffin

    Die besondere Note dieser Frühstücks-Muffins kommt vom einzigartigen süßen Geschmack des Traubenkernmehls. Wie der Name schon sagt, aus den getrockneten Traubenkernen wird Öl gepresst und die zurückgebliebene Trockenmasse ist dann das Traubenkernmehl. Es ist sehr reich an Antioxidantien (OPC), Magnesium, Kalzium, Eisen und liefert über 50% Ballaststoffe. Das Traubenkernöl dagegen sollte man eher meiden, weil es zu viele Omega-6-Fettsäuren beinhaltet und ein Omega 6:3 Verhältnis von 138:1 aufweist. Mich hat dieser erster Versuch mit dem Traubenkernmehl überzeugt, ich werde demnächst mehr damit ausprobieren.


    Zutaten für ca. 6 Stück:

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    Zubereitung:

    1. Eier in einem Rührschüssel mit Stevia schaumig rühren
    2. Mandelöl bzw. geschmolzenes Kokosfett dazu geben
    3. Die trockenen Zutaten inkl. Natron zusammenmischen
    4. Die Mehlmischung zu der Masse geben und gut vermischen
    5. Birnen in ca. 1X1 cm kleine Würfel schneiden (da ich BIO-Birnen verwendet habe, war Schälen nur stellenweise nötig)
    6. Zum Schluss Birnenwürfel unterheben und den Teig in eine Muffinform füllen
    7. Im Backofen bei 175°C (Heißluft) ca. 35 Min backen

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  • Orangen-Kürbis-Muffin

    Orangen-Kürbis-Muffin

    Manche werden jetzt die Augen verdrehen – denn das ist schon wieder ein Rezept mit Kürbis. Kürbis ist aber so ein toller Paleo-Rohstoff, und die Hokkaidos, die ich im Oktober/November in meinem Keller eingelagert hatte, halten sich immer noch top. Außerdem stand eine Geschäftsreise vor mir, und ich brauchte was zum Frühstück. Ja, es gibt immer noch solche Hotels, wo zum Frühstück nur Brötchen mit Marmelade gereicht werden – ohne jegliche Chance auf Eier. Zu solchen Gelegenheiten greife gerne auf Paleo-Muffins als Alternative zurück.


    Zutaten für ca. 12 Stück:

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    Zubereitung:

    1. Hokkaido-Kürbis waschen, auskernen und in Spalten geschnitten im Ofen (Ober- und Unterhitze) bei 200°C ca. 40 Minuten backen
    2. Eier in einem Rührschüssel mit dem Erythritol schaumig rühren
    3. Kokosmilch und Kokosfett dazu geben
    4. Die trockenen Zutaten inkl. Natron zusammenmischen
    5. Die Mehlmischung zu der Masse geben und gut vermischen
    6. Orange waschen und die Schale in den Teig reiben
    7. Dann die Orange schälen und in ca. 1X1 cm große Stücke schneiden, anschließend dem Teig unterheben
    8. Die ausgekühlten Kürbisstücke mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit dem Teig gut verrühren
    9. In eine Muffinform gefüllt bei 170°C (Heißluft) ca. 35-40 Minuten backen

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  • Weiße Paleo-Pralinen

    Weiße Paleo-Pralinen

    Wenn ich mal was zum Naschen brauche, greife ich sehr gerne zu Kokoschips oder direkt zu Kokoscreme. Es ist aber manchmal so unbefriedigend für mein Gourmet-Ich, wenn ich diese Kokosfett-Bröckchen einfach so mit der Hand oder Löffel esse. Sie sollten doch auch mal was für das Auge sein! Und voilá, aus der Aschenputtel-Kokoscreme ist in Handumdrehen eine elegante, gesellschaftsfähige Praline geworden. Ich hatte sie mit Kakao-Nibs und mit paar Rosinen gepimpt, aber natürlich kann man hier auch mit mehr Fantasie vorgehen.


    Zutaten:

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    Zubereitung:

    1. Man nehme eine Packung Kokoscreme (ein weißer Block mit einer Schicht Kokosfett)
    2. Diese in der Länge durchschneiden, das ergibt dann genau 100 g. Wichtig ist also, dass aus dem Kokosöl-Anteil auch ein Stück mit dabei ist
    3. In einem kleinen Topf die Kokoscreme bei geringer Hitze zum Schmelzen bringen (nicht kochen!)
    4. Silikon-Pralinen-Form mit der Kokoscreme füllen – bei mir passte es genau in die 15-er Form
    5. Kakao-Nibs und Rosinen nach Belieben in die Förmchen streuen
    6. Über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und wenn sie wieder gehärtet sind, aus der Form lösen

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  • Paleo Hanf-Sesam-Brot

    Paleo Hanf-Sesam-Brot

    Ich bin immer auf der Suche nach Paleo-konformen Backzutaten. Heute habe ich Hanfsamenmehl zum ersten Mal getestet. Hanfmehl ist glutenfrei, dafür aber reich an Protein; es enthält ungefähr 29% reines Eiweiß mit allen essentiellen Aminosäuren. Es liefert außerdem dreimal so viele Ballaststoffe wie andere Mehlsorten. Sein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass das Verhältnis der Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für die Paleo-Ernährung optimal ist. Vom Geschmack her erinnert es eher an Kräutern und Nüssen, und nicht wie befürchtet nach Heu. Das Hanfmehl hat mich also bei meinem ersten Versuch gleich überzeugt.


    Zutaten:

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    Zubereitung:

    1. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen
    2. Eiweiß steif schlagen und die trockene Mischung dazu geben und verrühren
    3. Das heiße Wasser dazugießen, gut vermischen und ca. 5 Minuten warten, damit die Flohsamenschalen aufquellen können
    4. Teig mit den Händen durchkneten und ein kleines Brot formen
    5. Auf einem mit Backpapier (oder Silikon-Unterlage) belegtes Backblech bei 170°C (Heißluft) ca. 40 Minuten backen.
    6. Bei dieser Variante auf dem Bild, habe ich zusätzlich 1 EL Sesamsamen in den Teig gemischt und auch das Brot damit bestreut – wer es ein bisschen körniger mag, kann dies auch ausprobieren
    7. Es ergibt ein Brot von ca. 330 g (ca. 12-14 Portionen). Wir pflegen Paleo-Brote in sehr dünne Scheiben zu schneiden. Somit esse ich nicht mehr als ca. 25 g Brot am Tag. Es dient lediglich als dünne Wurst-Unterlage (z.B. Bio-Leberwurst) und nicht als Hauptnahrungsmittel.

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  • Petersilien-Pastinake (eine Alternative zu Petersilien-Kartoffeln)

    Petersilien-Pastinake (eine Alternative zu Petersilien-Kartoffeln)

    Durch die „normale“ Ernährung sind wir denke ich alle „Beilagen-Abhängig“. Wir brauchen zum Fleisch immer irgendeine Beilage. Früher war dies mit Kartoffeln oder Reis schnell erledigt. Ich habe zum Beispiel Petersilien-Kartoffeln sehr gerne zubereitet – war halt mal eine Abwechslung zu Pommes oder Kartoffelpüree. Diese Kohlenhydrat-reiche Beilagen vermisse an sich ich nicht, aber den Anblick meines Tellers mit den Petersilien-Kartoffeln schon. Nun habe ich in Pastinake einen wunderbaren Ersatz gefunden


    Zutaten:

    • 1 Pastinake (ca. 30 cm lange und 6-8 cm Durchmesser oben)
    • 2 EL Kokosöl
    • ca. 4-5 EL Wasser
    • Salz
    • 1 EL gehackte Petersilien (im Winter habe ich wie auf dem Bild tiefgefrorene verwendet)

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    Zubereitung:

    1. Pastinake waschen und schälen, dann in Würfeln schneiden
    2. In einer Pfanne Kokosöl erhitzen, und die Würfel darin anbraten, bis teils goldene Farbe bekommen
    3. Dann das Wasser dazugeben und unter Deckel ca. 10-15 Minuten garen, bis die Pastinake weich wird
    4. Ohne Deckel so lange braten bis das ganze Wasser weg ist, und mit der Petersilie gut verrühren

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