Kategorie: Paleo – Hauptspeisen

  • Lachs mit „Sahne“-Rettich und Johannisbeeren

    Lachs mit „Sahne“-Rettich und Johannisbeeren

    Ich habe Sehnsucht nach dem Sommer… was macht man da? Man kocht das Lieblingsgericht vom letzten Sommer! Mit dem Unterschied, das im Sommer frische Johannisbeeren zur Verfügung standen, aber mit den tiefgefrorenen war es genauso gut. Ich mache aus den Johannisbeeren normalerweise Smoothies oder gebe sie in Muffins. Aber wie man’s sieht, kann man auch einfache Gerichte damit gut aufpeppen. Und keine Angst vorm Rettich – gekocht schmeckt er gar nicht mehr nach Rettich!

    Zutaten für 2 Personen:

    • 2 Bio (oder mindestens mit MSC-Siegel) Lachs-Filets
    • Salz, Pfeffer
    • 1 EL Kokosöl zum Anbraten
    • 1 großer Rettich (weißer Bier-Rettich)
    • 200 ml Kokosmilch
    • ca. 1/2 TL Johannesbrotkernmehl
    • 2 handvoll Johannisbeeren (frische oder aufgetaute)

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    Zubereitung:

    1. Lachs salzen und pfeffern und in einer Pfanne im Kokosöl anbraten
    2. Rettich schälen und in Stäbchen schneiden (wie Pommes)
    3. In einem Topf den Rettich in der Kokosmilch mit etwas Salz weich kochen (ca. 10-15 Min)
    4. Je nachdem wie flüssig die Kokos-Soße ist, rühre ich ca. 1/2 TL Johannesbrotkernmehl mit 2 EL Wasser zusammen und lasse es für 1-2 Minuten quellen
    5. 2-3 EL von der warmen Kokos-Soße zum Johannesbrotkernmehl geben, verrühren und dann die heiße Soße damit binden
    6. Johannisbeeren mit dem Stabmixer pürieren und beim Servieren auf den Fisch und den Kokos-„Sahne“-Rettich streichen

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  • Curryhuhn mit Gemüse und Cashewkernen

    Curryhuhn mit Gemüse und Cashewkernen

    Wir waren mal über 3 Wochen mit dem Rucksack in China unterwegs. Diese Reise hat unser Leben in Bezug auf chinesisches Essen grundlegend verändert. Seitdem können wir eigentlich nicht mehr ins chinesische Restaurant gehen, weil es uns dort einfach nicht schmeckt – man schmeckt förmlich das Glutamat heraus. In China hingegen verwendet man in den kleinen Garküchen immer nur frische Zutaten und die Varianten der Gerichte kennen keine Grenzen. Seitdem kochen wir viel lieber im Wok zu Hause.


    Zutaten für 2 Personen:

    • 500 g Hähnchenbrustfilet
    • 1 EL Senf
    • 1 TL Curry-Pulver
    • 1 EL Tamari-Soja-Sauce
    • 2-3 EL Sesamöl
    • 1 Stange Porree
    • 1 Paprika
    • 1/2 Dose Bambussprossen (ca. 150g)
    • 2-3 Möhren
    • 8 Shiitake-Pilze
    • 1 Handvoll Cashewkerne
    • 400 ml Kokosmilch

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    Zubereitung:

    1. Zuerst Fleisch in der Soße (Senf + Curry-Pulver + Soja-Sauce) ca. 30 – 60 Minuten marinieren lassen
    2. Porree, Möhren und Paprika in dünne Streifen schneiden oder mit der Küchenmaschine raspeln
    3. Cashewkerne in der Wok mit Öl anrösten, bis sie eine leicht braune Farbe bekommen
    4. Gemüse, Bambus und die vorher eingeweichten Pilze dazu geben und weiter anbraten
    5. Kokosmilch dazu gießen, salzen, ggf. pfeffern und unter Deckel garen bis Fleisch und Gemüse weich werden
    6. Da Reis nicht Paleo-Konform ist, esse ich entweder Blumenkohlreis dazu (wie auf dem Bild) oder aber auch pur

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  • Rehbraten im Speckmantel

    Rehbraten im Speckmantel

    Seit ich mich nach Paleo ernähre, erlebe ich regelmäßig erste Male. Ich habe jetzt zum ersten Mal Reh gekocht. Wir hatten Glück, ein Bekannter konnte für uns von Jägern eine Rehkeule besorgen. Das gute Stück war ca. 40 cm lang. Also zu lang zum Braten in einem Stück. Ich habe die Knochen entfernt und das Fleisch praktisch im Ganzen im Ofen in einer Auflaufform gebraten. Die Familie war begeistert und ich glücklich über mein gelungenes Experiment. Da wir wissen, dass Wildfleisch eins der Gesündesten ist, versuchen wir nun öfters welches auf den Tisch zu bekommen – aber ohne richtige Jäger-Bekanntschaft ist es leider schwierig.


    Zutaten:

    • 1 Rehkeule (nachdem die Knochen entfernt wurden, wog ca. 1200g
    • Für die Marinade:
    • 1 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzehe
    • 50-60 ml Olivenöl
    • 5-6 getrocknete Wacholderbeeren
    • 5-6 Piment
    • 1 EL Senf
    • 1 TL Paprikapulver
    • etwas Salbei und Estragon
    • zum Braten:
    • ca. 100-150g Bauchspeck
    • Salz
    • 1 Zwiebel
    • 1/2 Paprika
    • 1 Tomate
    • 3-4 EL Fett (ich nahm Gänsefett)
    • 100 ml Weißwein

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    Zubereitung:

    1. Rehkeule vorsichtig mit einem scharfen Messer vom Knochen befreien. Ich hatte trotzdem einige einzelne Stücke, die ich dann mit in die Soße beim Braten gegeben. Sollte es mehr größere Fleischreste geben, könnte man sich überlegen einen Reh-Gulasch daraus zu kochen
    2. Für die Marinade Zwiebel und Knoblauch fein hacken, und mit den anderen Zutaten vermischen
    3. Das Fleisch in die Marinade legen, an allen Seiten gut einreiben, und zugedeckt über Nacht im Kühlschrank stehen lassen
    4. Am nächsten Tag Zwiebel, Paprika und Tomaten klein schneiden
    5. Das Fett, das Gemüse und den Weißwein in einen zudeckbaren Auflaufform oder Topf geben
    6. Das marinierte Fleischstück mit Salz einreiben und mit den Speckscheiben gut bedecken
    7. Fleisch in den Topf/Auflaufform geben und mit einem Deckel zudecken
    8. Im Backofen bei 160°C (Heißluft) ca. 1,5 Stunden braten

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    Als Beilage reichte ich Süßkartoffeln und Rote-Bete in Orangensoße dazu.

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  • Mittagessen am Sonntag: Hackfleisch-Buletten mit Porree und Sellerie-Püree

    Mittagessen am Sonntag: Hackfleisch-Buletten mit Porree und Sellerie-Püree

    Im stressigen Alltagsleben bleibt nur für schnelle, Standardgerichte Zeit. Bei uns ist aber eine kleine Tradition geworden, dass wir uns wenigstens am Sonntag eine ausgefallenere Mittagessen zubereiten. Aber heute am Sonntag musste es ausnahmsweise genauso schnell gehen. Ich habe versucht, die einfachen Hackfleisch-Buletten mit zwei ausgefallenen Beilagen etwas vornehmer und abwechslungsreicher zu gestalten. Mein Mann war begeistert – was will man denn mehr?


    Zutaten für 4 Personen:

    • 800 g Hackfleisch (gemischt)
    • 1 fein gehackte Zwiebel
    • 1 fein gehackte Knoblauchzehe
    • 2 TL Salz
    • Pfeffer
    • 2 Eier
    • 2 TL Senf
    • 1 TL Paprikapulver
    • Prise gemahlener Kümmel
    • 3-4 EL Fett zum Anbraten(Schweinefett oder Olivenöl)

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    Zubereitung:

    1. Alle Zutaten in einer Schüssel gut mit der Hand zusammenmischen
    2. In einer Pfanne das Fett erhitzen
    3. Aus der Fleischmasse mit der Hand zuerst Kugeln rollen, dann platt drücken um Buletten zu bekommen. Diese dann in der Pfanne legen
    4. Buletten auf beiden Seiten goldbraun braten
    5. Dazu gab es Porree mit Speck und Sellerie-Püree

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    Dazu gab es Porree mit Speck und Sellerie-Püree:

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  • Szegediner Gulasch

    Szegediner Gulasch

    Ich bin ja gebürtige Ungarin. Bei uns gab es ja Gulasch schon als Babynahrung 🙂 Aber nicht nur einfacher Gulasch wie in Deutschland bekannt ist, stand auf unserer Speisekarte, sondern auch verschiedene Arten davon. Heute hatte ich mal wieder Lust auf Sauerkraut. Sauerkraut lässt sich auch wunderbar mit diesem sogenannten Pörkölt-Grund (Gulasch-Grund = Fett + Zwiebeln + Paprika) zubereiten. Dieses Gericht heißt Szegediner Gulasch, weil es aus der Gegend von der Stadt Szeged stammt. Eigentlich gehört Reis noch mit rein, da Reis aber nicht Paleo ist, habe ich ihn mit Möhren ersetzt.


    Zutaten für ca. 6 Portionen:

    • 750 g Rindergulasch
    • ca. 150 g Speck (in Würfel geschnitten)
    • 2 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzehe
    • 4 EL Schweinefett
    • 3 TL Paprikapulver (süß)
    • scharfe Paprikaschote je nach Belieben
    • Salz, Pfeffer
    • 1 TL Kümmel (gemahlen oder ganz)
    • 2-3 Lorbeerblätter
    • 1 große Tomate
    • 2-3 Möhren
    • 500 g Sauerkraut (gehobelt)

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    Zubereitung:

    1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und im Fett glasig anbraten und mit den Speck-Würfeln weiter anbraten
    2. Kurz vom Herd ziehen und das Paprikapulver dazu mischen und verrühren. Vorsichtig, wenn der Paprika anbrennt, wird er bitter
    3. Wieder unter Hitze mit ca. 200-300 ml Wasser aufgießen
    4. Würzen mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Lorbeerblättern
    5. Tomate klein schneiden und dazu geben
    6. Der Rindergulasch kommt jetzt rein, gut verrühren, wenn nötig mit Wasser aufgießen (das Fleisch sollte nicht ganz mit Wasser bedeckt sein)
    7. Gulasch zugedeckt ca. 1,5 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich wird
    8. Möhren putzen und in Scheiben geschnitten zum Gulasch geben
    9. Nachdem das Fleisch weich ist, kommt das Sauerkraut hinzu. Vorher das Einlage-Wasser abgießen, und falls es zu sauer schmecken sollte, dann das Kraut auch nochmal mit Wasser durchspülen
    10. Zu diesem Zeitpunkt könnte man nochmal, falls nötig, nachwürzen und gegebenenfalls noch mit etwas Wasser aufgießen
    11. So lange kochen, bis die Kraut auch weich gekocht ist (ca. halbe Stunde)

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  • Hackfleisch-Porree-Quiche

    Hackfleisch-Porree-Quiche

    Eine Quiche ist eine französische Spezialität. Es handelt sich um einen in einer runden, flachen Form gebackenen herzhaften Mürbeteig mit einer würzigen Füllung bzw. Auflage, die ein Gemisch aus Eiern und Milch enthält. Hört sich ja nicht unbedingt nach Paleo an. Ich habe aber in der letzten Zeit so viele Quiche-Rezepte in Frauenzeitschriften gelesen, dass ich unbedingt mal eine Paleo-Variante ausprobieren wollte. Dazu kaufte ich erstmal eine Springform (24 cm Durchmesser) mit herausnehmbaren Glasboden, damit die fertig Tarte leicht zu entnehmen ist. Voilá:

     

    Zutaten:

    • Für den Boden:
    • 2 Eier
    • 60 g Mandelmehl
    • etwas Salz
    • 1 EL Fett oder Olivenöl
    • Für den Belag
    • 1 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzehe
    • 2 EL Fett
    • 400 g Hackfleisch (gemischt)
    • Salz, Pfeffer, Majoran
    • 1 EL Flohsamenschalen
    • 2 Eier (Größe L)
    • 2 EL Kokosmilch (es geht aber auch ohne
    • 50 ml Wasser
    • 1/2 TL Johannisbrotkernmehl
    • 1 EL Parmesan

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    Zubereitung:

    1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und im Fett andünsten
    2. Hackfleisch darin anbraten bis den eigenen Saft verkocht hat ca. 15 Min
    3. Mit Salz und Pfeffer würzen
    4. 2 Eier in einer Schüssel mit dem Fett und Mandelmehl zu einem „Teig“ rühren.
    5. Der Teig ist zwar leicht klebrig, man kann ihn aber mit einem Silikon-Teigschaber schön in eine gefettete Quiche-Form ausbreiten (ich habe eine kleinere Form mit herausnehmbare Bodenplatte mit 24cm Duchmesser genommen)
    6. Porree in dünne Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen
    7. 2 Eier mit dem Wasser und Kokosmilch vermischen, mit etwas Salz würzen
    8. Johannisbrotkernmehl in 1-2 EL kaltem Wasser gut verrühren und dann zur Eiermasse geben
    9. Eiermasse mit dem Hackfleisch zusammenmischen, Flohsamenschalen noch dazu geben und das Ganze als Belag auf der Porree-Schicht verteilen
    10. Im Backofen bei 175°C (Heißluft) ca. 25 Minuten backen
    11. Etwas Parmesan darüber streuen und warm genießen

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  • Hähnchenleber mit Zwiebel-Senf-Kruste

    Hähnchenleber mit Zwiebel-Senf-Kruste

    Ich war beruflich ziemlich lange unterwegs, und sehnte mich nach einem leckeren warmen Abendessen – das sich am besten auch noch selbst zubereitet. Dieser Wunder ist natürlich nicht geschehen, dieses Gericht ist aber nah dran. Benötigt nur 3 Minuten Vorbereitung und wird anschließend in 20 Min im Ofen fertigebacken. Leber war ehrlich gesagt nie mein Lieblingsessen, aber mit dieser würzigen Schicht oben drauf und mit Blumenkohl-Reis schmeckte es sogar mir sehr gut.


    Zutaten:

    • 500 Hähnchenleber
    • 4 EL Senf
    • 4 EL Olivenöl
    • Pfeffer
    • 1 Zwiebel oder 2-3 Lauchzwiebel (fein gehackt)
    • 2 Knoblauchzehe (gepresst)
    • 1 TL Bohnenkraut
    • 1 TL Thymian
    • 1 TL Mayoran

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    Zubereitung:

    1. Leber in eine kleinere Auflaufform geben
    2. Für die Marinade alle restlichen Zutaten zusammenmischen
    3. Marinade auf die Leber streichen
    4. Im Backofen bei 175°C (Ober- und Unterhitze) ca. 20 Min backen – nicht zu lange backen sonst trocknet die Leber aus

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  • Kalbsrollbraten in Senf-Soße

    Kalbsrollbraten in Senf-Soße

    Ich habe das erste Mal in meinem Leben Kalbsrollbraten gekauft – vor Paleo war ich keine richtige Fleischesserin. Ich habe auf diversen Rezept-Seiten Anregungen geholt – die meisten empfehlen Sahne-Soße dazu. Das kommt bei mir natürlich nicht in Frage. Ich hatte eher Lust auf Senf-Soße, zubereitet aus Gemüse. Kleiner Tipp: ich habe in der Soße zwar die Möhren mitgekocht, aber vor dem Pürieren wieder rausgenommen, damit die Farbe der Soße senfgelb bleibt.


    Zutaten:

    • 1 Kalbsrollbraten (ca. 1200g)
    • 3-4 EL Fett (tierisches Fett oder Butter)
    • 4-5 EL Senf
    • 1 Porree (Lauch)
    • 1 gelbes Paprika
    • 3 Möhren
    • 1 Zwiebel (fein gehackt)
    • 2 Knoblauchzehe (gepresst)
    • Pfeffer, Salz
    • 500 ml Wasser

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    Zubereitung:

    1. Zwiebel und Knoblauch putzen und grob hacken
    2. Porree waschen und in Scheiben schneiden
    3. Paprika waschen und in größere Stücke schneiden
    4. Möhren waschen und wenn nötig schälen, und in 4-5 Stücke schneiden (ich habe sie nicht kleiner geschnitten, weil sie trotzdem weich kochen und sie als Beilage nehme)
    5. Rollbraten mit Salz und Pfeffer einreiben und in dem Fett an allen Seiten kurz anbraten, damit schöne Farbe bekommt
    6. Fleisch aus dem Fett nehmen und mit Senf rum herum bestreichen
    7. Zwiebel und Knoblauch im Fett kurz anbraten, anschließend das ganze Gemüse dazu geben und mit Wasser aufgießen
    8. Die Flüssigkeit mit Salz und Pfeffer würzen
    9. Zugedeckt im Backofen bei 175°C (Ober- und Unterhitze) ca. 90-100 Min braten
    10. Danach das Fleisch und die Möhren aus der Soße nehmen und das restliche Gemüse mit einem Stabmixer pürieren
    11. Soße mit 1-2 EL Senf und wenn nötig mit Salz und Pfeffer würzen – Sollte die Soße nicht dick genug sein, kann man sie mit Johannisbrotkernmehl verdicken
    12. Als Beilage gab es gedünstete Porree

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  • Fränkisches Schäufele a la Paleo

    Fränkisches Schäufele a la Paleo

    Ich lebe im Frankenland und hier gibt es in jeder Wirtschaft „Schäufele“ auf der Speisekarte. Vor Jahren wusste ich gar nicht was das ist, mittlerweile wenn wir mal essen gehen, ist ein Schäufele meine Rettung. Ich bestelle es dann ohne Kloß und Soße und esse ein Salat dazu. Göttlich – ein echtes Paleo-Gericht! Man sagt ja, Schäufele wird in großen Mengen im Ofen geschmort, deshalb schmeckt es so gut. Ich kann aber bestätigen, auch im Backofen in der eigenen Küche zubereitet schmeckt es lecker!

    Die Fränkische Schäufele hat übrigens auch eine interessante Web-Seite: www.schaeufele.de/das-schaeufele.html

    Zutaten für 2 Personen:

    • 2 Schweineschulter mit Knochen und Schwarte (je ca. 750g)
    • 2 mittelgroße Zwiebeln
    • 1 Tomate
    • 3-4 Möhren
    • Salz, Pfeffer, gemahlene Kümmel
    • ca. 500 ml Wasser
    • 2 EL Schweinefett

    Tipp: Die Schwarte einer Schäufele ist dann perfekt, wenn vorher eingeschnitten wurde (wie Schachbrettmuster). Das Einschneiden ist nicht so einfach, deshalb wenn in der Metzgerei gerade nicht so viel los ist, lieber den Metzger bitten die Schwarte gleich einzuschneiden.

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    Zubereitung:

    1. Fleisch mit Salz und Pfeffer gut einreiben
    2. Zwiebeln putzen und in Scheiben schneiden
    3. Möhren putzen und in 5-6 Stücke schneiden – ich mache mir die Arbeit nicht mit Kleinschneiden, weil sie ja sowieso püriert werden
    4. In einem Topf (hitzebeständig für den Ofen) das Fett erhitzen und die Fleischstücke an den Seiten anbraten
    5. Die Schulter in dem Topf so platzieren, dass die Schwarte nach oben ist. Dann mit Wasser aufgießen und erhitzen
    6. Zwiebelscheiben, Möhrenstücke und die gewürfelte Tomate in den Topf geben, nochmal Salz, Pfeffer und gemahlenen Kümmel zur Soße geben
    7. Im Backofen bei 175°C (Umluft) zugedeckt ca. 1,5 Stunden backen. Dann für weitere 20 Minuten ohne Deckel weiterbraten, damit die Scharte schön braun wird
    8. Fleischstücke aus dem Topf nehmen und mit einem Pürierstab das gekochte Gemüse zur eine Soße umwandeln

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  • Kürbiscremesuppe

    Kürbiscremesuppe

    Bei uns ist mein Mann der Kürbiscremesuppen-Gott! Als wir uns kennengelernt hatten, war dies das erste Gericht, das er mir gekocht hatte. Und auch wenn für manche dies als einfaches, alltägliches Gericht vorkommt, mich hat seine Suppe verzaubert. Und das Lustige daran ist, schon damals war sein Rezept rein Paleo. Also er musste für mich in dieser Saison gar nichts daran abändern. Zugegeben, damals hatte ich sie ja noch mit Kürbiskernbrötchen gegessen – aber das lässt sich ja leicht weglassen.

    Zutaten:

    • 1 Kürbis (Ich nehme am liebsten Hokkaido, wegen der schönen Farbe)
    • 1 Dose Kokosmilch (mit möglichst hohem Kokosgehalt, z.B. die von real Quality)
    • Salz
    • Pfeffer
    • Muskatnuss
    • Wasser
    • Kürbiskerne zum Garnieren

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    1. Zuerst schrubbe ich den Kürbis gründlich ab (für die Suppe lass ich die Schale dran). Dann halbiere ich den Kürbis mit einem großen Messer und hole die Kerne mit einem großen Löffel heraus. Dabei sollte man beim Auskratzen vorsichtig sein und die „Fäden“ in denen die Kerne hängen, gründlich entfernen. Sonst verheddert sich später das Ganze im Pürierer.
    2. Jetzt zerteile ich den Kürbis in Würfel von ca. 1-2 cm. Weniger wichtig ist hier die Größe, als dass die Stücke alle ungefähr gleich groß sind.
    3. Die Kürbisstücke gebe ich in einen Topf, gieße mit Wasser auf, bis alle Stücke bedeckt und lasse es kochen, bis die Kürbisstücke weich sind. Das probiere ich immer, in dem ich mit einem spitzen Messer in ein Stück pieke und wenn es leicht anzustechen geht, ist es soweit.
    4. Ich gieße das orange Kürbiswasser in ein extra Behältnis ab, das brauchen wir gleich wieder. Ein bisschen kann noch beim Kürbis verbleiben. Jetzt wird püriert. Wenn der Brei zu dick wird, gebe ich immer was von dem Kürbiswasser dazu. Das mache ich so lange, bis alle Stücke zerkleinert sind.
    5. Zum Abschluss kommt jetzt die Kokosmilch dazu. Jetzt noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und fertig ist die Kürbiscremesuppe. Die Konsistenz der Suppe kann man nach Belieben mit dem Wasser, in dem wir den Kürbis gekocht haben, regulieren.
    6. Zur Garnierung röste ich in einer Pfanne (keine Butter, kein Öl!) ein paar Kürbiskerne und wenn sie leicht angebräunt sind, verteile ich sie noch heiß über die Suppe. Das ergibt ein knisterndes Geräusch, dass noch viel mehr Appetit auf die Suppe macht!

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