Meine Mama hat mich in meiner Kindheit oft mit Schokoladen-Pudding verwöhnt. Ich habe schon viele Schoko-Puddings aus Paleo-Zutaten versucht zu kreieren. Ich habe jetzt den Carob-Pulver entdeckt, der einen leckeren, karamelligen Geschmack der Ganze verleiht. Carob wird aus den gerösteten und gemahlenen Schoten des Johannisbrotbaums gewonnen, und gluten- und koffeinfrei. Carob ist eine gute und gesunde Alternative auch als Kakaoersatz, ich verwende aber lieber die beiden zusammen. Ich finde dieses Rezept kommt dem Pudding von meiner Mama ziemlich nahe.
Kategorie: Paleo – Desserts oder Süßes zuckerfrei
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Schoko-Schnecken
An einem dunklen, verregneten Wochenende wünscht man sich doch eine schöne Tasse Kaffee oder Kakao auf der Couch, eine Decke, vielleicht einen schönen Film oder Serie dazu – und natürlich was leckeres für die Seele. Wie wäre es mit 1-2 Schoko-Schnecken? Wenn man die frisch gebackenen Teilchen mit der geschmolzenen Kakao-Füllung riecht und schmeckt, da geht doch die Sonne gleich auf. Und wer es nicht so kitschig mag, kann sie ganz einfach mal auch als To-Go-Snack-Variante genießen.
Zutaten:
- 50 g Mandelmehl
- 50 g Leinsamenmehl
- 150 g Kastanienmehl
- 80 g Kokosöl
- 2 Eier
- 1 EK Erythrit
- 1 Msp. Weinstein-Backpulver
- etwas Salz
- 20 g Flohsamenschalen
- 200 ml Wasser
- Für die Füllung:
- 80 g Erythrit
- 1-2 EK Kakaopulver
Zubereitung:
- Wasser mit dem Flohsamenschalen vermischen – auf die Seite legen, damit die Masse schön aufquellt
- In einer Rührschüssel die Mehle, Backpulver, Süßungsmittel und Salz gut vermengen, dann das flüssige Kokosöl (leicht geschmolzen) und die zwei Eier dazugeben
- Die klebrige Masse aus den Flohsamenschalen kommt zum Schluss auch zum Teig und wir kneten alles gut zusammen
- Wir streichen den Teig auf ein Blatt Backpapier – wenn wir Frischhaltefolie auf den Teig legen kann man ihn sogar mit der Teigrolle ausrollen
- Den Teig mit dem Erythrit und Kakaopulver bestreuen und mit Hilfe des Backpapiers aufrollen
- Mit einem scharfen Messer schneiden wir nun Scheiben von der Teigrolle ab, und richten diese „Schnecken“ auf ein mit Backpapier belegtes Backblech an
- Die Schoko-Schnecken bei 160-170°C im Backofen ca. 20 Minuten backen
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Chia-Pudding mit Heidelbeeren
Bei der Hitze habe ich ehrlich gesagt gar keine Lust den Ofen anzuheizen und ein übliches Wochenend-Leckerei zu backen. Es muss was ohne zu backen her und am Besten mit Heidelbeeren, denn ich konnte noch einige von meinem örtlichen Bauern ergattern. Da fielen mir die Chia-Samen ein. Ich habe schon so viele tolle Bilder auf Pinterest über Chia-Pudding gesehen, aber irgendwie noch nie ausprobiert. Statt Kokosmilch wie bei den meisten Rezepten üblich ist, habe ich Pistazienmilch zubereitet.
Zutaten für 1 Portion:
- 15-20 g ungesalzene Pistazien
- 1-2 TL Honig
- 250 ml Wasser
- 3-4 EL Chia-Samen
- 1 Msp. Vanillepulver
- 1 handvoll Heidelbeeren
- frische Pfefferminze
Zubereitung:
- Pistazien über Nacht im Wasser einweichen
- Das Wasser von den Pistazien abgießen und mit frischem 250 ml Wasser zusammen in einen Mixer geben
- Mit Honig süßen und mit Vanille-Pulver verfeinern, dann alles gut zusammenmixen
- In ein Glas gießen und mit den Chia-Samen gut verrühren
- Für 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen und mit Heidelbeeren und frischen Pfefferminz-Blättern genießen
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Erdbeertorte mit Schokoboden
Die letzten Erdbeeren genießen! Eine schöne kühle Torte wie diese passt perfekt zu diesem heißen Wochenende. Es wird eine Erdbeer-Sahne-Torte imitiert, aber die Creme wird je nach verwendeter Kokosmilch wahrscheinlich etwas flüssiger. Guarkernmehl bindet kalte Speisen hervorragend. Ein weiterer Vorteil der Torte, dass kein Backen notwendig ist – somit wird die Wohnung nicht unnötig weiter erwärmt. Lasst es euch schmecken und genießt unseren schönen, warmen Sommer! (Ein kleiner Ratschlag: nicht mehr als 1 Stück am Tag genießen, der Boden besteht ja aus Nüssen!)
Zutaten:
- 50 g gemahlene Mandeln
- 50 g gemahlene Haselnüsse
- 50 g gemahlene Walnüsse
- 4-5 EL Kakaopulver (schwach entölt ist auch ausreichend)
- ca. 2 EL Xylit oder 3 EL Erythrit
- Wasser
- 200 ml Kokosmilch oder Kokoscreme (ich verwendete Cocomas)
- 2 EL Puder-Xucker (oder 2 EL Honig)
- ggf. 1 TL Guarkernmehl
- 250 g Erdbeeren
Zubereitung:
- Die gemahlenen Nüsse mit dem Kakaopulver in einer Schüssel gut vermischen
- Xylit bzw. Erythrit in eine Tasse geben und so viel warmes Wasser dazu geben, dass es bedeckt ist
- Mit einem Löffel so lange rühren, bis das Süßungsmittel sich vollständig aufgelöst hat
- Das süße Wasser zu der Nussmischung geben und mit der Hand zu einem Teig kneten
- Sollte der Teig noch zu trocken sein und nicht zusammenkleben, dann nach und nach noch etwas Wasser dazu gießen
- Den Teig in einer Tortenform ausbreiten, mit der Hand verteilen und flach drücken. Der Tortenboden sollten nach der Abkühlung leicht aus der Form lösbar sein, daher empfehle ich eine Quiche-Form mit Hebeboden
- Tortenboden in den Kühlschrank legen
- Zu der Creme die kalte Kokosmilch mit einem Handrührgerät wie Sahne steif schlagen
- Portionsweise Puder-Xucker (bzw. Honig) dazugeben
- Man sollte aber keine Creme wie die steif geschlagene Sahne erwarten, die Kokosmilch bleibt flüssiger
- Je nach Kokosmilch-Sorte kann sich die Konsistenz auch variieren, außerdem bindet Puder-Xucker auch etwas mehr als Honig
- Meine Empfehlung: sollte die Creme noch zu flüssig sein, 1 – 2 Teelöffel Guarkernmehl beim Schlagen reinstreuen. Es bindet die Kokosmilch.
- Erdbeere waschen und in Stücke schneiden
- Den kühlen Tortenboden aus der Form lösen und die Kokoscreme darauf streichen und natürlich die Erdbeeren darauf verteilen
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Himbeertraum mit Nüssen
Habt ihr Lust die süßen und fruchtigen Seiten des Sommers zu genießen? Dieses Dessert ist perfekt dafür. Besteht nur aus Obst und Nüssen und es geht ganz schnell und leicht zuzubereiten. Man sollte immer darauf achten mit den Nüssen nicht zu übertreiben. Als Richtlinie sagt man im Paleo, dass nur ca. 1 handvoll Nüsse täglich verzehrt werden sollten.
Zutaten für ca. 2 Portionen:
- 250 g Himbeeren
- 2 Bananen
- Zitronensaft von einer halben Zitrone
- 2 handvoll Nüsse gemischt (z.B. Mandeln, Hasel-, Macadamia- und Walnüsse, Cashewkerne usw.)
- 1 Stückchen Edelbitterschokolade
Zubereitung:
- Himbeeren waschen oder die Tiefgefrorenen auftauen lassen
- Bananen und 200 g Himbeeren mit einem Handmixer pürieren
- Zitronensaft zum Obstpüree geben und gut vermischen
- Verschiedene Nüsse fein hacken bzw. grob mahlen
- In ein Glas Himbeerpüree, die restlichen 50 g Himbeeren und die fein gehackten Nüsse schichten
- Zum Verzieren passt noch ein Stückchen Edelbitterschokolade dazu
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Mango-Chicorée-Salat
Chicorée gehört zu den Gemüsesorten, die ich nicht aus meiner Kindheit kenne. Und unsere erste Begegnung vor einigen Jahren war auch nicht gerade ein positives Geschmackserlebnis. Mittlerweile weiß ich, dass dies an der falschen Zubereitung lag. Der Strunk von Chicorée kann nämlich bitter sein, deshalb schneidet man ihn besser weg. Chicorée ist ein vielseitiges Gemüse, man kann ihn dünsten, braten oder auch roh geschnitten in Salate mischen.
Zutaten:
- 1 Mango
- 2 Äpfel
- 2 Chicoree
- Zitronensaft von einer halben Zitrone
- 2 EL Mango-Balsam (aber Apfel-Balsam/Essig ist auch okay)
- 1 EL Honig
- 100-150 ml Wasser
- 4 EL Walnussöl
- einige Walnüsse zum Verzieren
Zubereitung:
- Mango schälen und in Würfeln schneiden
- Äpfel bei Bedarf schälen und dann auch in Würfeln schneiden
- Chichorée waschen, das untere Ende 1 cm breit abschneiden und ggf. äußere, beschädigte Blätter entfernen
- Die Stauden halbieren und den ganzen sichtbaren Strunk entfernen, damit es nicht bitter schmeckt/li>
- Dann die Stauden erneut länglich halbieren und in Stücke schneiden
- Für die Marinade Zitronensaft, Mango-Balsam, Honig und Wasser miteinander gut vermischen, zum Schluss Öl dazu geben
- Salat mit der Marinade gut vermischen und einige Walnüssstücke darauf streuen
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Pfannkuchen aus Kochbananenmehl
Meine ersten Pfannkuchen aus Kochbananenmehl sind ehrlich gesagt nicht am schönsten, jedoch lecker gelungen. Kochbananenmehl ist glutenfrei. Aber Vorsicht, hinter dem schönen hellgrünen Pulver verbergen sich viele Kohlenhydrate, fast 85g/100g. Vielleicht genau deshalb ist es gut, dass mit Kochbananenmehl keine verlockenden goldenen dünne Crépes zaubern, sondern eher braune Pfannkuchen zubereiten kann. Aber um den Heißhunger auf was Süßes zu stillen, sind sie ab und zu durchaus geeignet.
Zutaten für ca. 15 Stück:
- 400 ml Kokosmilch
- 200 ml Wasser mit Kohlensäure
- 4 Eier
- 2 EL Erythrit oder 10 Tropfen Stevia
- 200 g Kochbananenmehl
- Kokosöl zum Backen
Zubereitung:
- Eier mit dem Süßungsmittel schaumig schlagen
- Kokosmilch (ich nahm Aroy-D) und Wasser dazugeben
- Zum Schluss das Mehl daruntermischen
- In einer flachen, beschichteten Pfanne 1/2 TL Kokosöl erhitzen und aus dem flüssigen Teig dünne Pfannkuchen portionieren
- Pfannkuchen mithilfe einer Palette wenden, sobald die Unterseite sich vom Boden lösen lässt
- Vor jedem einzelnen Pfannkuchen immer wieder Kokosöl in der heißen Pfanne zerlaufen lassen bzw. einpinseln
- Ich habe die fertigen Pfannkuchen mit einem Hauch von Nunux-Free (Nuss-Nugat-Creme mit Erythrit) bzw. wie auf dem Bild mit geschmolzenem Kokoscreme genossen
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Schoko-Bananen-Cookies
Bei Paleo-Backen fühle ich mich manchmal irgendwie in meine Kindheit versetzt. Ich stehe vor meinem Schrank, ich wähle einige Zutaten aus, mische sie zusammen – und in der Regel gelingt auch gleich was Leckeres daraus. Wie damals in meiner kleinen Spielküche, wo meine Freundin und ich viele imaginäre Zutaten zusammenmischten und immer was ganz leckeres daraus geworden ist. Bei Paleo ist zwar die Auswahl an Zutaten begrenzt, aber die Vielfalt der Rezept-Möglichkeiten unbegrenzt.
Zutaten:
- 100 g gemahlene Mandeln
- 50 g gemahlene Haselnüsse
- 50 g gemahlene Walnüsse
- 150 g Kokosraspeln
- 2 Eier
- 2 Bananen
- 1 EL Erythrit oder 5 Tropfen Stevia
- 50 g Edelbitterschokolade
- 1 Msp. Natron
- Mandelblättchen zum Verzieren
Zubereitung:
- Eier mit dem Süßungsmittel schaumig schlagen
- Gemahlenen Nüsse, Kokosraspeln und Natron miteinander vermischen und unter die Eiermasse heben
- Zum Schluss kommen die mit Gabel zerdrückten Bananen dazu und die klein gehackten Schokoladenstücke
- Alle gut zusammenmischen und mit der Hand kleine Taler (Cookies) formen
- Diese auf einem mit Backpapier oder Silikon-Unterlage belegtes Backblech im Ofen bei 180°C ca. 15-20 Minuten backen
- Wie immer der Hinweis: nicht mehr als 2-3 Stück auf einmal naschen, zu viele Nüsse sind bei Paleo auch zu vermeiden.
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Kastanienkuchen mit Schokoladensauce
Ich wurde nach Rezepten ohne Nuss-Mehle gefragt. Dies kam mir wirklich gelegen, denn ich selbst versuche auch immer weniger von Mandelmehl & Co. zu verwenden. Kastanien sind zwar auch Nüsse, aber in der Paleo-Ernährung sehr willkommen. Der Teig des folgenden Kuchens besteht nur aus Eiern und pürierten Kastanien und kommt ganz ohne Mehl aus. Der Kuchen ist zwar locker und fluffig, habe ihn aber mit Schokoladensauce und Aprikosen-Püree serviert, um ihn aufzupeppen.
Zutaten:
- 3 Eier
- 200 g gekochte Kastanien (Maronen) oder 200 g ungesüßtes Kastanienpüree (bereits pürierte Kastanien)
- 1/2 TL Vanillepulver
- etwas Salz
- 10-15 Tropfen Stevia-Fluid oder 1 gehäufter EL Erythrit
- 2 EL Kokopulver
- 50 g Edel-Bitterschokolade
- 1 EL Kokosöl
Zubereitung:
- Gekochte Kastanien mit heißem Wasser aufgießen und für ca. 30 Minuten einweichen
- Eier trennen und Eiweiß mit steif schlagen, anschließend beiseite stellen
- Eigelb in einem Rührschüssel mit Stevia/Erythrit, Salz und Vanillepulver schaumig rühren
- Kastanien abgießen und mit einem Pürierstab bearbeiten, bis zum Püree wird
- Kastanienpüree mit der Eiermasse verrühren und Kakaopulver dazu geben
- Zum Schluß Eiweißschaum unterheben
- In einer Kasten-Backform (Silikon) geben und im Backofen bei 175°C 35-40 Minuten backen
- Für die Sauce habe ich die Schokolade mit dem Kokosöl in einem Topf bei sehr geringer Hitze schmelzen lassen
- Zur Aprikosen-Püree habe ich tiefgefrorene Aprikosen aufgetaut und mit dem Pürierstab bearbeitet
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Kokos-Kirsch-Muffin
Wieder was gelernt! Ich backe meine Muffins meistens in Silikonform. Ich weiß nicht, ob ihr das Problem kennt, aber nachdem ich sie heiß aus der Form nehme, sacken sie immer zusammen. Ich habe mal gelesen, dass sie schöner werden, wenn man nach dem Backen erstmal die Backofen-Tür aufmacht, und einige Minuten die Muffins dort in der Form abkühlen lässt. Und tatsächlich kann ich bestätigen, dass die Muffins nicht zusammengefallen sind, sondern gleich hoch geblieben sind. Natürlich darf man sie aber nicht allzu lange in der Form lassen, sonst werden sie klebrig durch das entstandene Kondenswasser. Einfach mal ausprobieren, ich hatte sie für 15 Minuten in der Form gelassen, und sie waren dann für mich perfekt.
Zutaten für 6 Muffins:
- 2 Eier
- 200 ml Kokosmilch
- 1/2 TL Zimt
- 10-15 Tropfen Stevia-Fluid oder 1 gehäufter EL Erythrit
- 40 g Kokosraspeln
- 20 g Kokosmehl
- 20 g Traubenkernmehl
- 1 TL Natron
- 10 g Tapiokastärke
- 200 g aufgetaute Sauerkirschen (selbst eingefroren)
Zubereitung:
- Eier in einem Rührschüssel mit Stevia/Erythrit und Zimt schaumig rühren, und schließlich auch die Kokosmilch dazu geben
- Kokosraspeln, Kokosmehl und Traubenkernmehl und Natron miteinander vermischen
- Mehlmischung mit der Eiermasse verrühren und zum Schluß die Sauerkirschen unterheben
- In Muffin-Backform geben und im Backofen bei 175°C 35-40 Minuten backen






























