In der heutigen Zeit treffe ich immer mehr Leute, die Veganer sind. Sich vegan zu ernähren bedeutet auf jegliche tierische Produkte zu verzichten – auch auf Milchprodukte und Eier. Die meisten von ihnen nennen als Grund den Tierschutz. Ich gebe ihnen recht, wie die Nutztiere teilweise gehalten werden, das ist skandalös. Jedoch fällt es mir schwer ganz und gar auf Fleisch zu verzichten – obwohl wahrscheinlich vielen Lesern auffällt, dass ich Fleisch definitiv nicht in Übermaß konsumiere. Ich persönlich versuche dem Tierschutz und ähnlichen Idealen beizutragen, indem ich nur Eier aus biologischer Hofhaltung aus der Umgebung kaufe. Außerdem beziehe ich mein Fleisch ausschließlich vom örtlichen Metzger, der auch noch selbst die Wurst zubereitet und die Herkunft der Tiere kennt. Ich lehne jegliche Art von verpackten Fleisch ab und kaufe dies nie beim Discounter aus dem Kühlregal.
Da ich in meiner „früheren Ernährung“ auch nicht so viel Fleisch konsumierte, bin ich gerade noch dabei mich an die verschiedenen Fleischsorten heranzutasten. Ich kenne das Problem mit der Hähnchenbrust, dass die Tiere mit genmanipuliertem Soja und Antibiotika gemästet werden, damit in kürzester Zeit Riesenbrüste entstehen. Aber die restlichen Teile eines Huhns sind nicht gefragt, diese werden tonnenweise nach Afrika geschifft. Dort wurden bis vor Jahren noch lebende Tiere auf den Märkten verkauft – diese halten sich ja auch am Besten in der Hitze. Jetzt werden aber die europäischen Hühnerschenkel so günstig angeboten, dass die armen Einwohner diese kaufen. Schlimm ist daran, dass die Leute an unserem Restfleisch krank werden, weil es dort gar keine Kühlmöglichkeiten gibt. Die Wirtschaft des Landes leidet auch darunter – die einheimischen Hühnerzüchter gehen pleite.
Mir sind all diese Probleme bekannt, deshalb bevorzuge ich eher Rindfleisch. Ich versuche mein Fleischkonsum grundsätzlich so zu regeln, dass ich sowohl die Tierwelt als auch die Umwelt fair behandele. Aber auf Fleisch komplett zu verzichten könnte ich nicht – der Mensch ist von Beginn an Jagen gegangen, Fleisch gehört in unsere Nahrungspyramide.
Kategorie: Paleo-Ernährung
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Paleo – Tag 16 – Vegan vs. Paleo
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Paleo – Tag 15 – Besuch beim Mexikaner – Nächster Urlaub in Mexiko gestrichen?
Ein Tag wie gestern auf der IT-Messe – anstrengend und ohne kulinarische Höhepunkte. Am Abend wurden wir in ein mexikanisches Restaurant eingeladen. Ich glaube für mich hätte es gar nicht schlimmer kommen können – Willkommen in der Hölle der Enchiladas und Tortillas – alles aus Weizenmehl. In Berlin ist es eine angesagte Lokalität, und hat mindestens 100 Gerichte auf der Karte. Ich studierte die Karte sehr ausführlich, um dann festzustellen, dass genau 1 Gericht für mich geeignet ist! (Wobei ich mich schon frage, seit wann Mexikaner jegliche Soßen mit Sahne kochen?!)
Also blieb mir Steak mit gegrilltem Ananas, Salat und frittiertem Maniok übrig – es hörte sich ja auch alles gut an. Ich bestellte mein Steak medium. Ein Fehler! Die Preise hätten mir schon signalisieren müssen, dass man hier kein gutes Steak essen kann – das Fleisch war natürlich durchwachsen, und das eine Stück war noch sehr blutig. Und ich habe einen Paleo-Anfängerfehler gemacht: ich bat nicht darum, dass sie das Dressing auf dem Salat weglassen sollen – ich konnte also keinen Salat essen, weil er in einer süßen Soße schwamm. Also merken: Beim Essen gehen immer nach dem Salat-Dressing fragen bzw. gleich abbestellen!Frühstück:
Mittagessen:

Am Nachmittag ging ich selbstverständlich wieder Currywurst essen.Abendessen:
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Paleo – Tag 14 – Was kann man auf einer IT-Messe essen?
Das Gute an Hotelübernachtungen ist meistens das Frühstück – davon habe ich euch ja schon berichtet. Letztes Jahr war es im Holiday Inn Berlin etwas enttäuschend für einen „Normalesser“, aber dieses Jahr war es perfekt für mich. Es gab Speck, Rührei, Würstchen/Frikadellen und Lachs. Gemüse leider nur in Form von Tomaten und Gurken vorhanden. Dafür Honigmelone, Wassermelone und Ananas frisch geschnitten – es gab welche auch aus der Konservendose, wer es mit viel Zucker mag…
Tagsüber hatte ich natürlich viel zu tun mit Kundengespräche, Konferenzbesuch usw. Es gab Gemüse- und Hähnchen-Wraps bei uns auf dem Stand als Verpflegung. Ich habe einen auseinander genommen (Augenzeugen haben eher über Vergewaltigung des Essens gesprochen) und aß nur den Inhalt. Es war sehr unappetitlich und den Frischkäse konnte ich nicht vollständig wegkratzen. 3 Tage werde ich so nicht durchhalten… zum Glück hatte ich meine Muffins dabei. Es gab noch Erdbeeren, Trauben (ich würde sie niemals um diese Jahreszeit kaufen – aber hier hatte ich keine Wahl), Bananen und Äpfel zum satt essen. Am Nachmittag bin ich dann zum Stand von Siemens gelaufen – dort gibt es seit Jahren immer Currywurst. War göttlich – natürlich ohne die rote Soße!
Am Abend nach Messeschluss gab es eine Party mit Buffet. Es wäre peinlich gewesen Foto zu machen, deshalb versuche ich es lieber zu beschreiben – was nicht allzu schwer ist, denn es gab genau zwei für mich passende Gerichte, die aber auch nicht rein Paleo waren: Hähnchenbrust in Curry-Kokussoße mit Erdnüssen (klar, hier waren die Erdnüsse böse) und gedünsteter Fisch auf Radieschen (der Fisch hatte eine leichte Mehlpanade), dazu Antipasti: Champignons und Oliven. Als Nachtisch Obst-Spieße. Auch wenn es nicht ganz in Ordnung war – ich habe mich satt gegessen, weil ich hungrig war.
Ich war natürlich die einzige, die keinen Wein oder Bier getrunken hat, sondern nur Wasser. Ich wurde mehrfach gefragt, ob ich schwanger sei – wenn aber der Chef auch dabei ist, kann man die Sache nicht witzig behandeln. Schade.Also merken: zu solchen Veranstaltungen muss man vorbereitet hingehen – immer was einpacken!
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Paleo – Tag 13 – Unterwegs den ganzen Tag
Mein Wecker klingelt um 4.30 Uhr und Sekunden später merke ich schon, dass ich für meine Dummheit bestraft werde. Ich habe mich gestern nicht an die Regeln gehalten. Ich naschte die Paleo-Muffins so, wie früher die ganz normalen gegessen hatte. Nüsse in dieser Menge (ich hatte 4-5 Muffins!!!) sind übertrieben! Und deshalb verkrampfte sich mein Magen-Darm-Trakt und ich musste so schnell wie ich konnte auf Toilette rennen. Nicht gut! Ich habe nämlich 7 Stunden Zugfahrt vor mir. Während ich mich fertig machte, beschimpfte ich mich kräftigst (nicht dass das in der Situation was geholfen hätte – aber immerhin kannte ich die Ursache meines Leidens). Und was ich dann noch im Zug mitmachen musste, das erspare ich euch hier lieber. Ich kann euch nur nochmal ausdrücklich sagen – und ich habe es jetzt gewiss für das ganze Leben gemerkt: Paleo-Süßigkeiten sind nicht zum Naschen und Reinstopfen da! Man kann mal 1-2 genießen, aber nicht übertreiben – Nüsse sind in dieser Menge für den Körper nicht leicht zu verdauen.
Ich hatte mich auf die lange Zugfahrt sehr gut vorbereitet: ich hatte Apfel, Bananen, Gurke mit Eierbrot, Salat, Wiener Würstchen und ein großes Stück Rhabarber-Kuchen mit.
Am Vormittag allerdings wagte ich nur den Apfel und die Banane zu essen. Als ich zu meinem Termin bei dem Kunden ankam, boten sie mir freundlicherweise belegte Brötchen an. Ich nahm von einem nur die Eier. Mein für diese Fälle zurecht gelegter Satz war: Ich kann das Brötchen wegen Gluten nicht essen. Dann denken sie sofort an Gluten-Unverträglichkeit, und werden keine weitere Diskussionen geführt, niemand ist beleidigt wegen meines liegen gelassenen Brötchens. Es klingt jetzt vielleicht gemein – ich hatte aber sogar den Eindruck, man schämt sich sogar, mir nicht ein passendes Brötchen anbieten zu können. Das ist halt die menschliche Natur – für unsere Gäste wollen wir immer das Beste. Ich wollte damit nur sagen, dass man sich nicht dafür schämen muss, ein Brötchen liegen lassen zu müssen. Man braucht sich genauso wenig in langen Entschuldigungen zu verfangen. Unsere Mitmenschen sind in Grunde genommen sehr verständnisvoll, wenn wir denen sagen, dass wegen Gluten die Gebäckstücke nicht essen können.Bis gegen 19 Uhr hat sich meine Verdauung normalisiert (komplett entleert) und habe also ein paar Wiener mit ein bisschen Salat und meinen Rhabarber-Kuchen gegessen. Im Hotel gegen 22 Uhr gab es eine zwar lauwarme Rinderbrühe – tat aber trotzdem gut.
Musterbeispiel für Salatverpackung
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Paleo – Tag 12 – Eine Frau hat es nicht leicht
Heute heißt es ausruhen und Koffer packen. Ich bin nächste Woche auf Messe. Aber Dank Paleo fällt mir die Auswahl der eleganten Messe-Outfits ziemlich leicht – ich passe in alle meine Kostüme ohne Probleme rein. Es gibt sogar Hosen, die mittlerweile praktisch herunterrutschen. Das freut das Frauenherz!
Ich muss anmerken, dass ich meine Periode bekomme. Gewöhnlich bin ich in dieser Phase ziemlich launisch und habe Fress-Attacken. Launisch bin ich dieses mal nicht (das wundert mich auch), dafür habe ich ordentlich Appetit – auch wenn nicht so stark wie sonst.
Ich habe am Nachmittag Muffins gebacken, damit ich für nächste Woche was auf die Messe mitnehmen kann – so ganz unvorbereitet möchte ich nicht hingehen.
Da ich so Appetit hatte, und die Muffins sehr lecker gelungen sind, habe ich gleich 5 Stück gegessen, ohne an die Folgen zu denken, wie ich am nächsten Tag merken durfte. Dementsprechend hatte ich am Abend gar keinen Hunger mehr, und aß nur ein bisschen Lachs mit Oliven.Frühstück:
Schnelles Eierbrot (Ei mit gemahlenen Mandeln und Leinsamenmehl gemischt) mit Leberwust und Gemüse.

Mittagessen:
Leckere gefüllte Paprika mit Blumenkohl als Beilage. Natürlich gab es die fotografierte Portion gleich 2 mal.

Abendessen:
Wie schon oben beschrieben, stopfte ich mich mit Möhren-Bananen-Muffins voll…

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Paleo – Tag 11 – Ein Tag mit viel Sport und ein wenig Bitterschokolade
Ich habe ja schon erwähnt, dass ich in der Freizeitmannschaft unserer Firma Basketball spiele. Es ist wirklich nur Just for Fun. Heute fand in der Stadt, wo ich arbeite, ein Basketball-Turnier für Freizeitmannschaften statt. Der Tag ging mit einem gemeinsamen Buffet-Frühstück los. Es gab Brötchen, Brezel und Laugenhörnchen in Hülle in Fülle. Ich aß dann verschiedene Aufschnittsorten (Schinkenwurst, Salami, Schwarzwälderschinken) mit Butter und Obst (Ananas, Erdbeeren, Honigmelone). Ich hatte bereut kein gekochtes Ei mitgenommen zu haben, dafür hatte ich paar Oliven und Tomaten dabei. Als Energiequelle versuchte ich viel Fett zu mir zu nehmen.
Die Spiele dauerten 2×10 Minuten. Ich spielte im Durchschnitt 10 Minuten pro Spiel oder länger. Wir traten 5-mal an, dazwischen hatten jeweils 1 Stunde Pause. In den Pausen aß ich Bananen, Ananas, ein Stück mitgenommenes Bananenkuchen und ich gebe zu, auch ein Stück Schokolade. Die Schokolade war ca. 25 g – und mit 85% Kakaoanteil. Also Bitterschokolade, und so nahm ich 2,8 g Zucker zu mir. Es war aber interessant zu beobachten, dass dieses Stück mir vollkommen gereicht hat. Und noch verblüffender war – sie war mir süß genug. Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, eine süßere Schokolade zu essen – die ich jahrelang bisher Tag täglich in mich gestopft hatte.
Da ich sehr unter Belastung stand und auf die Schnelle was gebraucht hatte, betrachte ich dieses Stück Schokolade nicht als Scheitern meiner Ernährungsumstellung. Angesichts der Erkenntnis bzgl. Süße-Empfinden fand ich sogar sehr lehrreich. Es ist nämlich so, dass wenn ich die Verpackung von meinen früheren Lieblingssüßigkeiten sehe – dann sagt mein Hirn sofort: Haben wollen! Ich habe heute den eindeutigen Beweis gehabt, dass mein Körper und mein Geschmacksnerven dies gar nicht so sehen. Ich kann sehr wohl ohne richtigen zuckersüßen Süßigkeiten auskommen! Ich muss lediglich aus meinem Hirn diese eingebrannte Lustsignale auslöschen, die sich automatisch melden, wenn ich nur die Verpackung vom ehemals geliebten Naschzeug sehe.
Übrigens von vielen Paleo-Anhängern wird Bitterschokolade (über 85% Kakaoanteil) als Kompromisslösung in der Ernährung akzeptiert. Vor allem, weil Kakao ja bekanntlich sehr gesund ist. Selbstverständlich nicht für täglichen Verzehr gedacht.
Es war spät Nachmittag, als ich dann zu Hause war, und was richtiges essen konnte.Es gab ein Paar Wiener Würstchen mit Salat und Senf.

Als Nachspeise 2 Stück Apfel-Zimt-Torte.

Auf der Couch vorm Fernsehen naschte ich noch fast zwei Handvoll Pistazien.
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Paleo – Tag 10 – Paleo und regionale Nahrungsmittel
Man würde denken, dass so eine besondere Ernährung auch besondere Einkaufstouren für Besorgung der Zutaten erfordert. Ich bin auch überrascht, dass es eigentlich genau umgekehrt ist. Meine Einkäufe reduzierten sich auf 3 Zielorte:
- mein Hofladen im Nachbardorf -> für Obst und Gemüse
- Metzgerei -> für Fleisch und Wurst
- einmal die Woche ein Supermarkt -> für Nüsse, Butter, TK-Gemüse oder einige Sachen für meinen „nicht-ganz-Paleo-Ehemann“.
Für Obst und Gemüse bevorzuge ich den Hofladen, weil es hier immer die frischen saisonalen Produkte aus der Region gibt. Ohne lange Transportwege, unnötige Umweltverschmutzung und Verpackungsmaterial. Mein Mann und ich fliegen zwar gerne um die Welt, dafür aber unser Obst und Gemüse nicht (Ausnahme sind nur tropische Früchte)!
Nehmen wir als Beispiel die Erdbeeren. Ehrlich gesagt seit März gibt es die schon in Hülle und Fülle überall – sind groß wie meine Faust, halb weiß und saftlos hart. Als meine Kollegin mit einer Packung aus der Mittagspause zurückkam, und mir stolz erzählte, dass die nur 99 Cent gekostet haben, ist mir richtig übel geworden. Gen-manipulierte Erdbeeren aus Marokko – Mahlzeit! Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, vom was für verschmutzten Wasser diese Erdbeeren sich ernährt haben bzw. wo überhaupt das Wasser in der Wüste herkam. Und die werden gekauft bis zum Abwinken. In jedem zweiten Einkaufswagen sehe ich sie in Begleitung von einem „Fertig-Tortenboden“. Ich aß immer gerne Kuchen – aber die Dinge konnte ich noch nie anrühren, jetzt erst recht nicht mehr.
Vor 20 Jahren (in meiner Kindheit) gab es in Februar/März keine Erdbeeren, und es war für uns alle normal so. Jetzt scheint es leider normal zu sein, Sachen essen zu wollen, die in unnatürlicher Umgebung, genverändert gezüchtet werden und aus mindesten 3000 km Entfernung eingeflogen werden. Ich mache dabei nicht mit!
Ich habe vorgestern die ersten Erdbeeren gekauft: die waren zwar klein, an einigen Stellen sogar schon leicht matschig, hatten herrliche rote Farbe und stammten aus Deutschland. Und die schmeckten wie Erdbeeren! Ich freue mich auf das kommende Obstsaison mit heimischen Früchten!
Paleo richtet sich ja danach, was der Steinzeitmensch gegessen hat. Und der Steinzeitmensch konnte nur das essen, was er in seiner Umgebung gefunden hat. Die Paleo-Ernährung achtet auf die Nachhaltigkeit! Ich versuche es auch!Frühstück:
Ich hatte ja vom Bananenkuchen noch ein gutes Stück. Ich sehnte mich nach einem Marmaladen-Brötchen. Meine Sehnsucht wandelte ich prompt wie folgt um: Ich nahm 8 Erdbeeren und eine Banane. Ich pürierte sie mit einer Gabel und fertig war meine frische Marmelade!

Mittagessen:
Die leckeren Reste von gestern (Rinderbraten mit Gemüsesauce und Paleo-Blumenkohl-Knödel)

Abendessen:
Ich war am Nachmittag einkaufen, dieses Mal in Tegut. Ich hatte Glück, die Bio-Oliven und die Garnelen (in Olivenöl eingelegt) gab es an der Theke im Angebot. Zum Abendessen gab es also Garnelen auf grünem Salatteller:
Dazu nahm ich 1/3 von einem Blattsalat, und legte die Blätter auf einen Teller. Darauf verteilte ich die Garnelen (ca. 180 g), paar Gurkenscheiben, 1 klein geschnittene zarte Frühlingszwiebel und einige Oliven. Als Dressing goß ich die Oliven-Dill Marinade der Garnelen darüber. Ich hatte lange nicht mehr so viel Genuss am „Grünzeug“ gehabt!

Als Nachtisch ein Stück vom gestern gebackenen Rhabarber-Kuchen. -

Paleo – Tag 9 – Die erste Woche überstanden
Her mit der Waage! Ich war wirklich gespannt auf das Ergebnis. Denn bei den meisten Diäten verliert man in den ersten Tagen gewöhnlich etwas am Gewicht. Dieser Gewichtsverlust resultiert aber nicht aus der Fettverbrennung, sondern man verliert einfach nur Wasser.
Bei der Paleo-Umstellung es ist definitiv so. Denn Kohlenhydrate binden Wasser. Wenn wir nicht mehr so viele Kohlenhydrate zu uns nehmen, dann wird das zu den Kohlenhydraten gebundenes Wasser aus dem Körper ausgeschieden. Natürlich wiegt man dadurch weniger. Ich auch, nämlich 62,1 kg.
Ich kann außerdem berichten, dass ich früh definitiv leichter aus dem Bett komme als bisher. Gestern und heute bin ich sogar noch paar Minuten vor dem Wecker aufgewacht, und fühlte mich richtig ausgeruht. Toll so in den Tag zu starten – ich hoffe es bleibt so, und ist nicht nur Zufall gewesen.Frühstück:
Lauchzwiebeln und Bauchspeck machten heute mein Rührei zu was Besonderem – natürlich alles in viel Butter angebraten. Dazu noch Kolbász (ungarischer Paprikasalami)

Da ich am Vormittag noch eine Spinning-Stunde habe, nehme ich noch eine Scheibe Bananenkuchen mit Mandelmuß.Mittagessen:
Auf mein Mittagessen bin ich besonders stolz: Rinderbraten mit Paleo-Knödel alias Blumenkohl-Knödel
Ich habe meine Bratensoße noch nie mit Maggi gekocht, sondern aus reinem Gemüse, aber die traditionelle Kloß-Beilage musste ersetzt werden. Ich erfand meinen Paleo-Kloß aus Blumenkohl.

Am Nachmittag naschte ich eine handvoll Pistazien und 3 Trockenpflaumen.
Abendessen:
Ich hatte gestern Rhabarber im Laden gekauft, deshalb überlegte ich einen passenden Rezept für einen Kuchen.
Ich entschied mich für einen Mandel-Haselnuss-Teig. Leider waren die Rhabarber leicht unreif wie ich es beim Putzen merkte. Ich musste sie dann mit etwas Erythrit mischen, damit sie nicht zu sauer werden.Um nicht nur Kuchen zum Abendbrot zu essen, bereitete mir paar Seranoschinken-Erdbeere-Häppchen vor. Mir gefiel die Harmonie der beiden. 5 Stück waren Ruck-Zuck weg.
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Paleo – Tag 8 – Statt Fast Food gibt es jetzt „Paleo-to-go“
Der Tag fing wunderbar an – das Frühstück im Hotel war ausgezeichnet, es gab sogar 7 Wurstsorten zur Auswahl, Rührei und frisches Obst.
Aber dabei merkte ich mir auch gleich, dass ich in der Zukunft bei der Buchung eines Hotels jetzt auch die Bewertungen bzgl. Frühstück kritisch lesen sollte. Brötchen mit Marmelade würden jetzt definitiv nicht mehr reichen.
Ich bin beruflich ziemlich oft deutschlandweit unterwegs. Gewöhnlich aß ich dann tagsüber Fast-Food, es war immer praktisch irgendwo an der Autobahn anzuhalten und schnell einen Burger zu kaufen. (Und nicht zu vergessen, hier sind die Toiletten sogar kostenlos :-))
Aber mit der Burger-Zeit ist es nun vorbei. Das einzige was ich in so einem Laden bestellen könnte, wäre der Salat. Aber mal ehrlich, wer hat denn Appetit auf diese halb verwelkten Salatblätter mit der einen farblosen Tomate OHNE Dressing… nee, Danke!
Ich muss in der Zukunft vorausschauend planen. Am Besten was vorkochen, und einpacken. Ich glaube ich muss neue Rezepte erfinden, solche die „Paleo-to-Go“ tauglich sind.Frühstück:
Es gibt sogar Sterne-Hotels mit schrecklichem Frühstück – ich habe schon vom verbrannten Aufbackbrötchen bis zur verschimmelten Marmelade alles erlebt.
In meinem Hotel in Chemnitz war es aber sogar Paleo-freundlich, ich frühstückte sprichwörtlich wie ein König:

Mittagessen:
Ich hatte einen gegrillten Burger von zu Hause mitgenommen, und dazu Sauerkraut und Apfel. Bild fehlt, sorry.
Abendessen:
Ich liebe Weißwürste – wie denn auch nicht, ich glaube in Bayern ist es sogar strafbar Weißwürste nicht zu mögen 🙂
Diese gibt es aber natürlich auch nicht mit Abstriche: ohne Butter-Brezeln und süßen Senf.
Dafür heute mit gedünsteten Blumenkohl und mit normalen Senf. (Für mich war es auch ein Überraschung – bitte die Senfsorten prüfen, aber tatsächlich enthalten die Meisten praktisch kaum Zucker.)

Morgen ist ja Feiertag, und ich nutzte meinen Abend noch für ein kleines Experiment: ich machte einen Paleo Schokoladen-Puding.

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Paleo – Tag 7 – Ein Restaurantbesuch mit Hindernissen
Ich musste heute beruflich nach Chemnitz. Was bei Autofahrten leider kurz kommt, ist oftmals das Trinken. Ich habe eine 1 Liter ECO-Flasche von Tupperware – ich liebe sie. Diese fülle ich zu Hause mit Wasser oder Tee auf. Aber 1 Liter ist auf den Tag verteilt auch ziemlich wenig. Wenn ich im Büro bin, dann trinke ich definitiv 2 Liter tagsüber. Und diese Menge braucht mein Körper unbedingt. Sollte ich weniger trinken, dann bekomme ich das am Abend zu spüren. Kopfschmerzen melden sich, außerdem bin ich etwas schlapper als sonst.
Ich kann aber auf Geschäftsreisen leider nicht an jeder Tankstelle anhalten und auf die Toilette gehen! Also trinke ich meistens zu wenig an solchen Tagen, und bin dementsprechend auch froh ins Hotelbett fallen zu können.
Dieses Mal hatte ich aber einen schönen Abend mit meinen Kollegen verbracht und gingen zusammen essen.
Es war das erste Mal, dass ich auswärts essen gegangen bin, seit ich meine Ernährung umgestellt hatte.
In Restaurants studierte ich die Karte schon immer sehr lange, ich wollte das perfekte Gericht bestellen – es gibt ja nichts schlimmeres, wenn der Tischnachbar ein besseres Gericht vor sich hat, als ich selbst.
Jetzt hatte ich eine doppelte Herausforderung vor mir: was leckeres, aber natürlich Paleo-taugliches zu bestellen. Kartoffel mit Kartoffel, Rahmsauce mit paniertem Fleisch – es gab eigentlich kein einziges Hauptgericht für mich. Ich habe also mehrere Vorspeisen und Salate in Erwägung gezogen. Als die Kellnerin die Bestellungen aufnahm, und in der Runde nach den anderen nur noch meine fehlte, legte ich erstmal mit meinen Fragen los: Ist die Spargelsuppe eine Cremesuppe? Kann ich den Salat X ohne Croutons haben? Ist es möglich einfach nur Spargel mit Sauce Hollandaise zu bekommen, ohne Kartoffeln?
Ehrlich gesagt war sie bereits bei der ersten Frage genervt, und verzog den Mundwinkel. Mit sowas hatte ich gerechnet, und ließ mich nicht einschüchtern. Ich setzte mit meinen Fragen fort und machte meine Bestellung. Ich werde es nie verstehen: ist es denn nicht die Aufgabe einer Kellnerin die Gäste zu versorgen? Vor allem wenn der Lokal fast leer ist? Warum ist sie gleich so genervt, wenn man bei der Bestellung nicht einfach die Nummer des gewünschten Gerichts nennt, sondern einige Fragen zu den Zutaten hat? Es klappte zum Glück alles bestens, und mein Essen war wirklich lecker und ausreichend.
Dann kam aber eigentlich der richtig schwere Teil. Als Naschkatze gehörte bei mir zum Restaurantbesuch immer ein Nachtisch dazu. Diese Sitte gehört nun zur Vergangenheit – aber nicht für meine Tischnachbarn. Es war so hart zuzugucken, wie sie noch Ihr Eisbecher oder Kuchen aßen.
Ich musste mir aber gestehen, dass ich definitiv satt war, und ein Nachtisch – wie tatsächlich immer – nur unnötiges Fresserei wäre.
Außerdem war es irgendwie langweilig, ganzen Abend nur Wasser zu trinken. Bei Auswärts essen nahm ich meistens eine Schorle, Ginger Ale oder ähnliches. Nicht zu vergessen, dass wir eine nette Tischrunde hatten, und jeder eher was alkoholisches trank. Ich bin ja am Anfang meiner Umstellung und in diesen 30 Tagen muss man auf alkoholische Getränke verzichten (Alkohol=Zucker). Ich trinke zwar wirklich nicht viel Alkohol, aber zu einem netten Essen mit Freunden gehört eigentlich ein Glas trockener Rotwein dazu. Vielleicht das nächste Mal genehmige ich mir ein Gläschen.Frühstück:
Zucchini-Brot mit Leberwurst, Paprikasalami und Gemüse. Und als extra ein Stück Gruyère-Käse. Milchprodukte sind umstritten, man sollte sie wegen der Lactose verzichten. Aber als Kompromiss-Lebensmittel kann man Käsesorten in Betracht ziehen, die aus Berg-/Heumilch mindestens 4 Monate gereift sind. Solche Hartkäse-Sorte ist der von Gruyère.

Mittagessen:
Ich nahm zwei Scheiben Bananenkuchen und einen Apfel mit. Tagsüber gab es paar Nüsse und Bio-Rosinen.
Abendessen:
Meine Bestellung im Restaurant: Spargel mit Sauce Hollandaise und Salat des Hauses (ohne Croutons)









