Kategorie: Meine 30 Tage Paleo Ernährungsumstellung

  • Paleo – Tag 19 – Satt werden ohne Beilagen – sprich ohne Kartoffel oder Reis

    Paleo – Tag 19 – Satt werden ohne Beilagen – sprich ohne Kartoffel oder Reis

    Heute wurde ich wieder mit einem Problem konfrontiert. Ich – bzw. meine Gewohnheit verlangte nach einer Beilage. Ich kochte zu Mittag Pute mit Zucchini in Kokos-Tomaten-Soße. Zu sowas hatte ich früher immer Reis oder Kartoffel gekocht.
    Ein Paleo-Anfänger wundert sich erstmal, warum Kartoffel Tabu in der Ernährung sind, denn es handelt sich ja um Gemüse. Kartoffel ist aber erhöht stärkehaltig, sprich kohlenhydratreich mit einem hohen glykämischen Index, kann also für Übergewicht oder Diabetes Ursache sein. Außerdem verursacht (ähnlich wie Gluten) Darmdurchlässigkeit.
    Wenn ein Sportler den schnellen Energiekick braucht, könnte wohl weißen Reis sich erlauben. Denn genau dafür ist Reis nur gut – schneller Energielieferant. Enthält nämlich keine wichtigen Nährstoffe, besteht praktisch nur aus Stärke und wird als Glukose in unserem Körper dann in Fett umgewandelt. Die Betonung lag auch auf weißem Reis, denn Naturreis und ähnliches haben die schädlichen Antinährstoffe (Lektine) in sich.

    Mein Mann, der zwar alles fleißig mitisst, kommt gar nicht ohne Beilage aus, er akzeptiert zwar meine Paleo-Gerichte, aber ein zusätzlicher „Sattmacher“ muss noch her – dieses Mal wieder Reis. Ich habe eigentlich gar keinen Appetit auf Reis oder Kartoffeln, darum geht es nicht. Aber ein Gericht mit Soße und Fleisch ohne irgendwas dazu zu essen ist in meinem Kopf noch nicht möglich. Ich brauche für die Umgewöhnung wohl noch Zeit. Es mag ja auch am Gericht liegen, denn es gab nur Zucchini in der Soße, und die ist ja nun wirklich nicht sättigend. Kurzer Hand schälte ich ein Süßkartoffel und kochte als Gemüsebeilage dazu. Ich muss mich noch mit dem Thema Beilagen und Gemüse mehr beschäftigen. Es gibt mit Sicherheit sehr viele Möglichkeiten, die ich bisher gar nicht gekannt habe bzw. gar nicht auf die Idee kam, denn Kartoffel zu schälen war ja immer am einfachsten. Ich hatte letztens schon Zucchini-Puffer gebraten – praktisch auf der gleichen Weise, wie wir Kartoffelpuffer machen. Es scheint mir also ein Gebiet der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein, denn es gibt so viele leckere Gemüse – ich muss bloß umdenken!

    Frühstück:

    Ein Stück Pizza vom Vortag und frisch gemachte Eier-Wurst-Muffins
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    Mittagessen:

    Putengeschnetztes mit Zucchini in Kokos-Tomaten-Soße – als Beilage gekochte Süßkartoffeln:
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    Dessert

    Dies war mein erster Chia-Samen-Versuch. Ich hatte Erdbeeren da und noch Kokosmilch, machte also ein Erdbeerpudding mit Chia-Samen:
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     Abendessen:

    Keine Lust zum Kochen – Wiener Würsten mit gekochter Rote Beete und Senf geht ganz schnell:
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  • Paleo – Tag 18 – Nachahmungstäter oder warum gibt es Paleo-Brot?

    Paleo – Tag 18 – Nachahmungstäter oder warum gibt es Paleo-Brot?

    Wenn ich jemandem über meine neue Ernährungsweise erzähle, hört man erstmal interessiert und aufmerksam zu. Meistens wird dann aber das Gespräch mit dem Satz beendet: Ne, ich könnte nie auf Nudeln, Brot und Zucker im meinen Kaffee verzichten!
    Dann gibt es die handvoll Leute, die sich auch Gedanken darüber machen, und versuchen die Sache auch nachzuvollziehen und zu verstehen. Zu denen gehört auch mein Mann, der jetzt nun seit paar Wochen vieles fleißig mitisst, jedoch auf sein Brötchen zum Frühstück oder auf Reis als Beilage nicht verzichten kann. Ich zitiere seine Gedanken:

    Die Idee von Paleo gefällt mir, aber ich habe zwei Kritikpunkte, die mir nicht gefallen. Zum einen ist es der Begriff an sich – Paleo, die Ernährung nach dem Vorbild der Steinzeitmenschen. Denn für mich hat es wenig mit Steinzeiternährung zu tun, sondern mit den Problemen der Ernährung, die wir derzeit haben. Ich möchte das mal an einem Beispiel erläutern. Frage: „Warum ist Kokosfett erlaubt, Steinzeitmenschen (in Europa) hatten doch keine Kokosnüsse?“ Wenn dann als Antwort kommt, dass irgendwo Kokosnüsse zur Verfügung standen, stellt sich mir sofort die Frage „Warum dann keine Kartoffeln?“
    Und die zweite Kritik, die ich an Paleo (aber auch an vegetarischen Gerichten) habe ist, dass man versucht, Essen nachzuahmen. Wie z.B. Brot – mit Brot verbinden wir einen Laib, der in Scheiben geschnitten wird und uns als Beilage dient, oder mit anderen Nahrungsmitteln belegt wird. Warum macht man das so? Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es dazu dienen soll, andere zu überzeugen.

    Ich gebe zu, es hört sich sofort unglaubwürdig an, wenn man von Steinzeiternährung und Brot in einem Satz spricht. Vor allem, wenn man diesen Ernährungsform damit begründet, dass seit Getreide in die Nahrung der Menschen Einzug gewann, traten auch die Zivilisationskrankheiten auf. Und das Brot soll dann ein Paleo-Gericht sein?
    Ich sehe das so: Die Paleo (oder Paläo) Ernährungsprinzip basiert auf der Ernährung der Steinzeitmenschen. Man sollte die Zutaten zu sich nehmen, die einem Steinzeitmenschen auch zur Verfügung standen. Es ist eine Richtlinie in Richtung gesunde Ernährung. Wir eliminieren alles, wovon wir wissen, dass sie uns krank machen (Zucker, Getreide mit Gluten, industrielle mehrfach ungesättigte Fette usw.)
    Wir sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der das Brötchen und die Nudeln oder gar die Kuchen fest zur täglichen Ernährung dazugehören. Es hat sich in unseren Kopf so eingebrannt, dass wir diese Sachen brauchen, weil wir nur dann richtig vollwertig und sättigend essen. Natürlich ist es uns nicht einfach von diesen Gewohnheiten von heute auf morgen loszulösen. Deshalb backen wir aus den erlaubten (guten) Nahrungsmitteln Brot und Kuchen.
    Außerdem, es steht nirgendwo geschrieben, aus was ein Brot gemacht werden muss, damit es Brot heißen kann.
    Mit den exotischen Obst und Gemüsesorten ist es genauso. Klar konnte der europäische Steinzeitmensch keine Bananen essen, und hatte auch kein Kokosfett. Die Nahrungsmittel wurden natürlich in unserer Zeit gründlich wissenschaftlich untersucht, und dadurch stellte man auch fest, welche gut oder nicht gut für unseren Körper ist. Kokosfett ist gut, und wir sind in der glücklichen Lage, dies auch im Laden kaufen zu können. Aber wie schon in meinem Beitrag über regionale Nahrungsmittel beschrieben, die Paleo-Ernährung empfiehlt ja nach Möglichkeit saisonale und regionale Nahrungsmittel zu verzehren. Und irgendwo auf der Welt, gab es mit Sicherheit eine Gruppe Steinzeitmenschen, die Bananen und Kokosnüsse zur Verfügung hatten.

    Und deshalb ist es auch verständlich, dass ich heute mal Appetit auf Pizza hatte, und versuchte diese nachzuahmen.

    Frühstück:

    Rührei mit Speck. Ich hatte mal recherchiert wie man so richtigen, knusprigen Speck macht (ich wurde ja die Woche im Hotel verwöhnt)
    Es hat sich herausgestellt, dass man die Scheiben in Wasser braten muss, bis das Wasser ganz und gar verschwindet – und voilá, es hat tatsächlich wunderbar geklappt:
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    Mittagessen:

    Mein Mann war mit Kochen heute dran – im Vorfeld haben wir natürlich das Rezept und die Zubereitung abgestimmt. Es gab ein Wok-Gericht: Pute mit grünem Spargel asiatisch. Er hat Reis als Beilage genommen – ich selbstverständlich nichts.
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     Abendessen:

    Mein zweiter Versuch um eine Pizza nachzuahmen – ich muss sagen, es war zwar nicht schlecht, ich fand aber den Boden etwas zu süßlich. Ich werde mit Sicherheit noch paar Versuche starten müssen, bis ich den perfekten Boden erwische. Zum Thema Käse muss ich anmerken, dass ich Hartkäse aus Heumilch aus der Schweiz genommen habe – mehr als 5 Monate gereift, also garantiert laktosefrei. Selbstverständlich diente er auch nur als Verzierung – praktisch für das Auge. Ich aß zwei solche Stücke wie auf dem Foto abgebildet – ich konnte einfach nicht mehr, der Boden war unglaublich sättigend.
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  • Paleo – Tag 17 – Paleo ist nicht so teuer wie man denkt

    Paleo – Tag 17 – Paleo ist nicht so teuer wie man denkt

    Heute ist Freitag – Einkaufstag. Zugegeben, als ich angefangen habe, mich mit der Paleo-Ernährung zu beschäftigen, dachte im ersten Moment, dass es ein teurer Spaß wäre. Jeden, der beim Lesen meines Blogs genauso denkt, möchte ich hiermit beruhigen. Meine Einkäufe sind stressfreier geworden, und ich gebe meiner Meinung nach nicht mehr Geld als früher aus.
    Ich muss dazu sagen, ich habe schon immer auf bessere Qualität geachtet – bevorzugt Bio-Produkte und Fisch nur mit MSC-Siegel gekauft. Obst und Gemüse aus China kommen bei mir nie in die Tüte. In der letzten Zeit habe ich mein Augenmerk mehr auf die Herkunft und Qualität der Nahrungsmittel gelegt – ich versuche Obst und Gemüse aus der Umgebung zu kaufen (im Hofladen im Nachbardorf) und lasse soweit es geht auch kein Obst von weit her einfliegen, mit Ausnahme von einigen exotischen Früchten.
    Das Problem in Deutschland ist, dass Aldi & Co. die Käufer so an Billigprodukte gewöhnt hat, dass den Leuten alles andere teuer erscheint. Sogar in unseren Nachbarländern ist Obst und Gemüse teurer als bei uns – in Frankreich zum Beispiel, dafür wird das Gemüse häufig im eigenen Land angebaut. Die Preise müssen natürlich den Löhnen und Kosten angepasst werden. Aber bei uns ist es nicht so. Wenn Knoblauch und Zwiebeln aus China beim Discounter 50 Cent günstiger sind, dann kaufen die meisten Leute diese. Ich gebe gerne 50 Cent mehr aus, um zu wissen, das mein Essen aus der Nähe stammt, und in China nicht irgendwelches mit Chemikalien verseuchtes Wasser der Pflanze als Nahrung diente.
    Das sehen viele leider nicht – nur das Preisschild zählt. Ich weise nochmal auf die marokkanischen Erdbeeren in Februar hin – das ist doch nicht normal!
    Was die anderen Zutaten anbetrifft, muss man erstmal einiges anschaffen. Die Mehlprodukte (wie Walnussmehl, Mandelmehl, Kürbiskernmehl, Sesammehl, Leinsamenmehl usw.), Kokosfett, Öle, Stevia und ähnliches bekommt man nicht im gewöhnlichen Lebensmittelladen. Bei Tegut oder in einigen Reformhäuser bzw. Bio-Märkte bekommt man einige notwendige Sachen. Oder man bestellt sie im Internet. Dabei kommt schon eine höhere Summe zusammen – es ist aber eine Art Geldanlage, denn beispielsweise Mehl reicht sehr lange, und man kann sehr viel Brote oder Kuchen damit backen. Die Mehlsorten sind nicht zu vergleichen mit Weizenmehl – man braucht nur ganz wenig davon, sind also viel ergiebiger als eine Packung Weizenmehl.
    Zusammenfassend kann ich mittlerweile feststellen, dass ich sogar weniger Geld für Essen ausgebe. Ich pflegte früher die wöchentliche Werbung durchzugehen, und die aktuell reduzierten Produkte kaufen – meistens waren dies Süßigkeiten, Nudeln oder MIlchprodukte. Ich schaue gar nicht mehr die Werbungen an. Ich gehe gewöhnlich 1 oder 2 mal zu Tegut, Edeka oder wenn gerade auf meinem Weg ist ins Reformhaus.

    Frühstück:

    Das letzte Muffin mit einer Banane und ein Apfel:
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    Mittagessen:

    Letzte Woche gab es ja den Rinderbraten – eine Portion mit Blumenkohl als Beilage hatte ich für mich eingefroren. Es kam heute genau richtig, ich holte dies früh gleich aus dem Tiefkühlfach:
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     Abendessen:

    Nach so einer harten Woche musste ich mir was gönnen – ich hatte Bananen und Heidelbeeren, warum also nicht Bananen-Heidelbeeren-Pfannkuchen:
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  • Paleo – Tag 16 – Vegan vs. Paleo

    Paleo – Tag 16 – Vegan vs. Paleo

    In der heutigen Zeit treffe ich immer mehr Leute, die Veganer sind. Sich vegan zu ernähren bedeutet auf jegliche tierische Produkte zu verzichten – auch auf Milchprodukte und Eier. Die meisten von ihnen nennen als Grund den Tierschutz. Ich gebe ihnen recht, wie die Nutztiere teilweise gehalten werden, das ist skandalös. Jedoch fällt es mir schwer ganz und gar auf Fleisch zu verzichten – obwohl wahrscheinlich vielen Lesern auffällt, dass ich Fleisch definitiv nicht in Übermaß konsumiere. Ich persönlich versuche dem Tierschutz und ähnlichen Idealen beizutragen, indem ich nur Eier aus biologischer Hofhaltung aus der Umgebung kaufe. Außerdem beziehe ich mein Fleisch ausschließlich vom örtlichen Metzger, der auch noch selbst die Wurst zubereitet und die Herkunft der Tiere kennt. Ich lehne jegliche Art von verpackten Fleisch ab und kaufe dies nie beim Discounter aus dem Kühlregal.
    Da ich in meiner „früheren Ernährung“ auch nicht so viel Fleisch konsumierte, bin ich gerade noch dabei mich an die verschiedenen Fleischsorten heranzutasten. Ich kenne das Problem mit der Hähnchenbrust, dass die Tiere mit genmanipuliertem Soja und Antibiotika gemästet werden, damit in kürzester Zeit Riesenbrüste entstehen. Aber die restlichen Teile eines Huhns sind nicht gefragt, diese werden tonnenweise nach Afrika geschifft. Dort wurden bis vor Jahren noch lebende Tiere auf den Märkten verkauft – diese halten sich ja auch am Besten in der Hitze. Jetzt werden aber die europäischen Hühnerschenkel so günstig angeboten, dass die armen Einwohner diese kaufen. Schlimm ist daran, dass die Leute an unserem Restfleisch krank werden, weil es dort gar keine Kühlmöglichkeiten gibt. Die Wirtschaft des Landes leidet auch darunter – die einheimischen Hühnerzüchter gehen pleite.
    Mir sind all diese Probleme bekannt, deshalb bevorzuge ich eher Rindfleisch. Ich versuche mein Fleischkonsum grundsätzlich so zu regeln, dass ich sowohl die Tierwelt als auch die Umwelt fair behandele. Aber auf Fleisch komplett zu verzichten könnte ich nicht – der Mensch ist von Beginn an Jagen gegangen, Fleisch gehört in unsere Nahrungspyramide.

    Frühstück:

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    Mittagessen:

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  • Paleo – Tag 15 – Besuch beim Mexikaner – Nächster Urlaub in Mexiko gestrichen?

    Paleo – Tag 15 – Besuch beim Mexikaner – Nächster Urlaub in Mexiko gestrichen?

    Ein Tag wie gestern auf der IT-Messe – anstrengend und ohne kulinarische Höhepunkte. Am Abend wurden wir in ein mexikanisches Restaurant eingeladen. Ich glaube für mich hätte es gar nicht schlimmer kommen können – Willkommen in der Hölle der Enchiladas und Tortillas – alles aus Weizenmehl. In Berlin ist es eine angesagte Lokalität, und hat mindestens 100 Gerichte auf der Karte. Ich studierte die Karte sehr ausführlich, um dann festzustellen, dass genau 1 Gericht für mich geeignet ist! (Wobei ich mich schon frage, seit wann Mexikaner jegliche Soßen mit Sahne kochen?!)
    Also blieb mir Steak mit gegrilltem Ananas, Salat und frittiertem Maniok übrig – es hörte sich ja auch alles gut an. Ich bestellte mein Steak medium. Ein Fehler! Die Preise hätten mir schon signalisieren müssen, dass man hier kein gutes Steak essen kann – das Fleisch war natürlich durchwachsen, und das eine Stück war noch sehr blutig. Und ich habe einen Paleo-Anfängerfehler gemacht: ich bat nicht darum, dass sie das Dressing auf dem Salat weglassen sollen – ich konnte also keinen Salat essen, weil er in einer süßen Soße schwamm. Also merken: Beim Essen gehen immer nach dem Salat-Dressing fragen bzw. gleich abbestellen!

    Frühstück:

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    Mittagessen:

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    Am Nachmittag ging ich selbstverständlich wieder Currywurst essen.

     Abendessen:

    Steak mit frittierem Maniok und gegrillter Ananas
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  • Paleo – Tag 14 – Was kann man auf einer IT-Messe essen?

    Das Gute an Hotelübernachtungen ist meistens das Frühstück – davon habe ich euch ja schon berichtet. Letztes Jahr war es im Holiday Inn Berlin etwas enttäuschend für einen „Normalesser“, aber dieses Jahr war es perfekt für mich. Es gab Speck, Rührei, Würstchen/Frikadellen und Lachs. Gemüse leider nur in Form von Tomaten und Gurken vorhanden. Dafür Honigmelone, Wassermelone und Ananas frisch geschnitten – es gab welche auch aus der Konservendose, wer es mit viel Zucker mag…
    Tagsüber hatte ich natürlich viel zu tun mit Kundengespräche, Konferenzbesuch usw. Es gab Gemüse- und Hähnchen-Wraps bei uns auf dem Stand als Verpflegung. Ich habe einen auseinander genommen (Augenzeugen haben eher über Vergewaltigung des Essens gesprochen) und aß nur den Inhalt. Es war sehr unappetitlich und den Frischkäse konnte ich nicht vollständig wegkratzen. 3 Tage werde ich so nicht durchhalten… zum Glück hatte ich meine Muffins dabei. Es gab noch Erdbeeren, Trauben (ich würde sie niemals um diese Jahreszeit kaufen – aber hier hatte ich keine Wahl), Bananen und Äpfel zum satt essen. Am Nachmittag bin ich dann zum Stand von Siemens gelaufen – dort gibt es seit Jahren immer Currywurst. War göttlich – natürlich ohne die rote Soße!
    Am Abend nach Messeschluss gab es eine Party mit Buffet. Es wäre peinlich gewesen Foto zu machen, deshalb versuche ich es lieber zu beschreiben – was nicht allzu schwer ist, denn es gab genau zwei für mich passende Gerichte, die aber auch nicht rein Paleo waren: Hähnchenbrust in Curry-Kokussoße mit Erdnüssen (klar, hier waren die Erdnüsse böse) und gedünsteter Fisch auf Radieschen (der Fisch hatte eine leichte Mehlpanade), dazu Antipasti: Champignons und Oliven. Als Nachtisch Obst-Spieße. Auch wenn es nicht ganz in Ordnung war – ich habe mich satt gegessen, weil ich hungrig war.
    Ich war natürlich die einzige, die keinen Wein oder Bier getrunken hat, sondern nur Wasser. Ich wurde mehrfach gefragt, ob ich schwanger sei – wenn aber der Chef auch dabei ist, kann man die Sache nicht witzig behandeln. Schade.

    Also merken: zu solchen Veranstaltungen muss man vorbereitet hingehen – immer was einpacken!

  • Paleo – Tag 13 – Unterwegs den ganzen Tag

    Paleo – Tag 13 – Unterwegs den ganzen Tag

    Mein Wecker klingelt um 4.30 Uhr und Sekunden später merke ich schon, dass ich für meine Dummheit bestraft werde. Ich habe mich gestern nicht an die Regeln gehalten. Ich naschte die Paleo-Muffins so, wie früher die ganz normalen gegessen hatte. Nüsse in dieser Menge (ich hatte 4-5 Muffins!!!) sind übertrieben! Und deshalb verkrampfte sich mein Magen-Darm-Trakt und ich musste so schnell wie ich konnte auf Toilette rennen. Nicht gut! Ich habe nämlich 7 Stunden Zugfahrt vor mir. Während ich mich fertig machte, beschimpfte ich mich kräftigst (nicht dass das in der Situation was geholfen hätte – aber immerhin kannte ich die Ursache meines Leidens). Und was ich dann noch im Zug mitmachen musste, das erspare ich euch hier lieber. Ich kann euch nur nochmal ausdrücklich sagen – und ich habe es jetzt gewiss für das ganze Leben gemerkt: Paleo-Süßigkeiten sind nicht zum Naschen und Reinstopfen da! Man kann mal 1-2 genießen, aber nicht übertreiben – Nüsse sind in dieser Menge für den Körper nicht leicht zu verdauen.
    Ich hatte mich auf die lange Zugfahrt sehr gut vorbereitet: ich hatte Apfel, Bananen, Gurke mit Eierbrot, Salat, Wiener Würstchen und ein großes Stück Rhabarber-Kuchen mit.
    Am Vormittag allerdings wagte ich nur den Apfel und die Banane zu essen. Als ich zu meinem Termin bei dem Kunden ankam, boten sie mir freundlicherweise belegte Brötchen an. Ich nahm von einem nur die Eier. Mein für diese Fälle zurecht gelegter Satz war: Ich kann das Brötchen wegen Gluten nicht essen. Dann denken sie sofort an Gluten-Unverträglichkeit, und werden keine weitere Diskussionen geführt, niemand ist beleidigt wegen meines liegen gelassenen Brötchens. Es klingt jetzt vielleicht gemein – ich hatte aber sogar den Eindruck, man schämt sich sogar, mir nicht ein passendes Brötchen anbieten zu können. Das ist halt die menschliche Natur – für unsere Gäste wollen wir immer das Beste. Ich wollte damit nur sagen, dass man sich nicht dafür schämen muss, ein Brötchen liegen lassen zu müssen. Man braucht sich genauso wenig in langen Entschuldigungen zu verfangen. Unsere Mitmenschen sind in Grunde genommen sehr verständnisvoll, wenn wir denen sagen, dass wegen Gluten die Gebäckstücke nicht essen können.

    Bis gegen 19 Uhr hat sich meine Verdauung normalisiert (komplett entleert) und habe also ein paar Wiener mit ein bisschen Salat und meinen Rhabarber-Kuchen gegessen. Im Hotel gegen 22 Uhr gab es eine zwar lauwarme Rinderbrühe – tat aber trotzdem gut.

    Musterbeispiel für Salatverpackung

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  • Paleo – Tag 12 – Eine Frau hat es nicht leicht

    Paleo – Tag 12 – Eine Frau hat es nicht leicht

    Heute heißt es ausruhen und Koffer packen. Ich bin nächste Woche auf Messe. Aber Dank Paleo fällt mir die Auswahl der eleganten Messe-Outfits ziemlich leicht – ich passe in alle meine Kostüme ohne Probleme rein. Es gibt sogar Hosen, die mittlerweile praktisch herunterrutschen. Das freut das Frauenherz!
    Ich muss anmerken, dass ich meine Periode bekomme. Gewöhnlich bin ich in dieser Phase ziemlich launisch und habe Fress-Attacken. Launisch bin ich dieses mal nicht (das wundert mich auch), dafür habe ich ordentlich Appetit – auch wenn nicht so stark wie sonst.
    Ich habe am Nachmittag Muffins gebacken, damit ich für nächste Woche was auf die Messe mitnehmen kann – so ganz unvorbereitet möchte ich nicht hingehen.
    Da ich so Appetit hatte, und die Muffins sehr lecker gelungen sind, habe ich gleich 5 Stück gegessen, ohne an die Folgen zu denken, wie ich am nächsten Tag merken durfte. Dementsprechend hatte ich am Abend gar keinen Hunger mehr, und aß nur ein bisschen Lachs mit Oliven.

    Frühstück:

    Schnelles Eierbrot (Ei mit gemahlenen Mandeln und Leinsamenmehl gemischt) mit Leberwust und Gemüse.
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    Mittagessen:

    Leckere gefüllte Paprika mit Blumenkohl als Beilage. Natürlich gab es die fotografierte Portion gleich 2 mal.
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     Abendessen:

    Wie schon oben beschrieben, stopfte ich mich mit Möhren-Bananen-Muffins voll…
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  • Paleo – Tag 11 – Ein Tag mit viel Sport und ein wenig Bitterschokolade

    Paleo – Tag 11 – Ein Tag mit viel Sport und ein wenig Bitterschokolade

    Ich habe ja schon erwähnt, dass ich in der Freizeitmannschaft unserer Firma Basketball spiele. Es ist wirklich nur Just for Fun. Heute fand in der Stadt, wo ich arbeite, ein Basketball-Turnier für Freizeitmannschaften statt. Der Tag ging mit einem gemeinsamen Buffet-Frühstück los. Es gab Brötchen, Brezel und Laugenhörnchen in Hülle in Fülle. Ich aß dann verschiedene Aufschnittsorten (Schinkenwurst, Salami, Schwarzwälderschinken) mit Butter und Obst (Ananas, Erdbeeren, Honigmelone). Ich hatte bereut kein gekochtes Ei mitgenommen zu haben, dafür hatte ich paar Oliven und Tomaten dabei. Als Energiequelle versuchte ich viel Fett zu mir zu nehmen.
    Die Spiele dauerten 2×10 Minuten. Ich spielte im Durchschnitt 10 Minuten pro Spiel oder länger. Wir traten 5-mal an, dazwischen hatten jeweils 1 Stunde Pause. In den Pausen aß ich Bananen, Ananas, ein Stück mitgenommenes Bananenkuchen und ich gebe zu, auch ein Stück Schokolade. Die Schokolade war ca. 25 g – und mit 85% Kakaoanteil. Also Bitterschokolade, und so nahm ich 2,8 g Zucker zu mir. Es war aber interessant zu beobachten, dass dieses Stück mir vollkommen gereicht hat. Und noch verblüffender war – sie war mir süß genug. Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, eine süßere Schokolade zu essen – die ich jahrelang bisher Tag täglich in mich gestopft hatte.
    Da ich sehr unter Belastung stand und auf die Schnelle was gebraucht hatte, betrachte ich dieses Stück Schokolade nicht als Scheitern meiner Ernährungsumstellung. Angesichts der Erkenntnis bzgl. Süße-Empfinden fand ich sogar sehr lehrreich. Es ist nämlich so, dass wenn ich die Verpackung von meinen früheren Lieblingssüßigkeiten sehe – dann sagt mein Hirn sofort: Haben wollen! Ich habe heute den eindeutigen Beweis gehabt, dass mein Körper und mein Geschmacksnerven dies gar nicht so sehen. Ich kann sehr wohl ohne richtigen zuckersüßen Süßigkeiten auskommen! Ich muss lediglich aus meinem Hirn diese eingebrannte Lustsignale auslöschen, die sich automatisch melden, wenn ich nur die Verpackung vom ehemals geliebten Naschzeug sehe.
    Übrigens von vielen Paleo-Anhängern wird Bitterschokolade (über 85% Kakaoanteil) als Kompromisslösung in der Ernährung akzeptiert. Vor allem, weil Kakao ja bekanntlich sehr gesund ist. Selbstverständlich nicht für täglichen Verzehr gedacht.
    Es war spät Nachmittag, als ich dann zu Hause war, und was richtiges essen konnte.

    Es gab ein Paar Wiener Würstchen mit Salat und Senf.
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    Als Nachspeise 2 Stück Apfel-Zimt-Torte.
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    Auf der Couch vorm Fernsehen naschte ich noch fast zwei Handvoll Pistazien.

  • Paleo – Tag 10 – Paleo und regionale Nahrungsmittel

    Paleo – Tag 10 – Paleo und regionale Nahrungsmittel

    Man würde denken, dass so eine besondere Ernährung auch besondere Einkaufstouren für Besorgung der Zutaten erfordert. Ich bin auch überrascht, dass es eigentlich genau umgekehrt ist. Meine Einkäufe reduzierten sich auf 3 Zielorte:

  • mein Hofladen im Nachbardorf -> für Obst und Gemüse
  • Metzgerei -> für Fleisch und Wurst
  • einmal die Woche ein Supermarkt -> für Nüsse, Butter, TK-Gemüse oder einige Sachen für meinen „nicht-ganz-Paleo-Ehemann“.
    Für Obst und Gemüse bevorzuge ich den Hofladen, weil es hier immer die frischen saisonalen Produkte aus der Region gibt. Ohne lange Transportwege, unnötige Umweltverschmutzung und Verpackungsmaterial. Mein Mann und ich fliegen zwar gerne um die Welt, dafür aber unser Obst und Gemüse nicht (Ausnahme sind nur tropische Früchte)!
    Nehmen wir als Beispiel die Erdbeeren. Ehrlich gesagt seit März gibt es die schon in Hülle und Fülle überall – sind groß wie meine Faust, halb weiß und saftlos hart. Als meine Kollegin mit einer Packung aus der Mittagspause zurückkam, und mir stolz erzählte, dass die nur 99 Cent gekostet haben, ist mir richtig übel geworden. Gen-manipulierte Erdbeeren aus Marokko – Mahlzeit! Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, vom was für verschmutzten Wasser diese Erdbeeren sich ernährt haben bzw. wo überhaupt das Wasser in der Wüste herkam. Und die werden gekauft bis zum Abwinken. In jedem zweiten Einkaufswagen sehe ich sie in Begleitung von einem „Fertig-Tortenboden“. Ich aß immer gerne Kuchen – aber die Dinge konnte ich noch nie anrühren, jetzt erst recht nicht mehr.
    Vor 20 Jahren (in meiner Kindheit) gab es in Februar/März keine Erdbeeren, und es war für uns alle normal so. Jetzt scheint es leider normal zu sein, Sachen essen zu wollen, die in unnatürlicher Umgebung, genverändert gezüchtet werden und aus mindesten 3000 km Entfernung eingeflogen werden. Ich mache dabei nicht mit!
    Ich habe vorgestern die ersten Erdbeeren gekauft: die waren zwar klein, an einigen Stellen sogar schon leicht matschig, hatten herrliche rote Farbe und stammten aus Deutschland. Und die schmeckten wie Erdbeeren! Ich freue mich auf das kommende Obstsaison mit heimischen Früchten!
    Paleo richtet sich ja danach, was der Steinzeitmensch gegessen hat. Und der Steinzeitmensch konnte nur das essen, was er in seiner Umgebung gefunden hat. Die Paleo-Ernährung achtet auf die Nachhaltigkeit! Ich versuche es auch!

    Frühstück:

    Ich hatte ja vom Bananenkuchen noch ein gutes Stück. Ich sehnte mich nach einem Marmaladen-Brötchen. Meine Sehnsucht wandelte ich prompt wie folgt um: Ich nahm 8 Erdbeeren und eine Banane. Ich pürierte sie mit einer Gabel und fertig war meine frische Marmelade!
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    Mittagessen:

    Die leckeren Reste von gestern (Rinderbraten mit Gemüsesauce und Paleo-Blumenkohl-Knödel)
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    Abendessen:

    Ich war am Nachmittag einkaufen, dieses Mal in Tegut. Ich hatte Glück, die Bio-Oliven und die Garnelen (in Olivenöl eingelegt) gab es an der Theke im Angebot. Zum Abendessen gab es also Garnelen auf grünem Salatteller:
    Dazu nahm ich 1/3 von einem Blattsalat, und legte die Blätter auf einen Teller. Darauf verteilte ich die Garnelen (ca. 180 g), paar Gurkenscheiben, 1 klein geschnittene zarte Frühlingszwiebel und einige Oliven. Als Dressing goß ich die Oliven-Dill Marinade der Garnelen darüber. Ich hatte lange nicht mehr so viel Genuss am „Grünzeug“ gehabt!
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    Als Nachtisch ein Stück vom gestern gebackenen Rhabarber-Kuchen.